Montag, Oktober 30, 2006

Monolog mit meiner letzten


Ach, was haben die vor Dir versprochen!
Jede roch anders gut.
Jede hat ihr Versprechen gebrochen,
verloschen die Feuer, die Glut.

Eine jede führte zur andern,
keine kam wirklich mir nah.
Das Ziel des Weges lag im wandern.
Ein Schluss schon, wenn es geschah.

Für jede war ich Flamme und Falter,
jeder gab ich mich hin.
Sie alle nur kurz meines Glückes Verwalter,
das Ende stets neuer Beginn.

Ach, wenn für immer ich dich hätte,
in die Zukunft geschrieben:
meine letzte Zigarette,
ich würde dich ewiglich lieben.
Erste internationale Nationalhymne


Du, Land des Lichts,
des Feuers und des Wassers,
in deinen Wäldern,
von deinen Hügeln fließt unser Blut.
Über Berge und Felder,
Wüsten und Täler
fliegen unsere Seelen.

Oh Land, oh Land, oh Land du,
ewig versprochen,
der Schwur nie gebrochen.

Land blauer Himmel
und schwarzer Gewitter,
deine lange Geschichte ist
abwechslungsreich und
unterhaltsam.
Ohnegleichen du,
ewiges Land.

Oh Land, oh Land, oh Land du,
ewig versprochen,
der Schwur nie gebrochen.

Gekrönt mit Zuversicht,
verhallt dein Ruf
nicht ungehört.
In unseren Ohren
ist das Gebrüll der Feinde
verflucht.
Seite an Seite schreiten wir.

Oh Land, oh Land, oh Land du,
ewig versprochen,
der Schwur nie gebrochen.

Eins in Leib und Seele,
Vorfahren, Nachkommen,
trotzen wir
den Gegnern die waren,
werden und sind.
Wir sind erwählt,
sind einzig und einig.

Oh Land, oh Land, oh Land du,
ewig versprochen,
der Schwur nie gebrochen.
Materazzi



Ich möchte gern ein Kerl wie Materazzi sein,
eckig und kantig, Charakterazzi.
Nobile, grantig, etwas Schwein.
Ein echter Sympathazzi.
Ich würde durch den Acker pflügen
und, bei Bedarf, al dente lügen.

Als Marco wäre ich nicht bang,
bei mir gäb es kein aber.
Ich machte manchen Strizzi lang
und Schluß mit dem Gelaber.

Ich würd mich, wo es geht, tätowieren.
Der Frauen rechtes Spatzi.
Ich führte mein Ego ohne Leine spazieren,
Gejagter der Paparazzi.

Ich pfiffe auf Anstand, vergäße die Ehre,
ich machte alle platt sie,
mir käme besser keiner quere,
den Eiern di Materazzi.

Mittwoch, Oktober 18, 2006

Herr K



Herr K hat die Bombe,
ich aber nicht.
Er dicke Eier,
ich armer Wicht.
Steif steht er da,
auf den Stiefeln kein Flecken.
Wartet darauf,
soll sie ihm lecken.

Herr K ist komisch kostümiert
und sonderbar Perückt,
es scheint, er ist ein wenig irr,
doch untenrum besonders gut bestückt.
Zwar hat keinen Sack
voll Reis er zur Hand,
doch fällt der erst um,
so wackelt die Wand.

Herr K hat die Bombe,
bestimmt zu Recht?
Denk nochmal nach, vielleicht
denkst du schlecht.
Denn es ist überall zu lesen:
der Feind meines Feindes
ist mein Freund nie gewesen.

Dieser Lude hat Bombe,
ich habe keine.
So ist es egal,
was ich von ihm meine.
Stumm aus dem Grab
klingt das Lied der Toten:
bewaffneten Irren war nie was verboten.
Und kriegt ich zu fassen
diesen übelen Täter,
ich hängte ihn höher,
begrübe ihn später.

Ich höre nicht mehr
auf der Großen Gebimmel.
sie haben vielleicht
die dickeren Pimmel,
doch tragen sie nur -
das klingt jetzt harsch -
ihren Rest von Verstand
tief unten im Arsch.

Montag, Oktober 16, 2006

Sieben Suenden - Seven sins



1. Gier - Greed
2. Bürokratie - Bureaucracy
3. Intoleranz - Intolerance
4. Selbsthaß - Self-hate
5. Lethargie - Lethargy
6. Selbstentwertung - Self-devaluation
7. Schuldzuweisung - Blame assignment

Zwischen

 

Man schaut den letzten Tagen zu,
wie sie vergehn.
Müht sich dabei redlich ab,
positiv nach vorn zu sehn.

Man zieht Bilanz,
Verluste trägt man vor.
Dann gibt es Gans
und nachher legt man sich aufs Ohr.

Das letzte Jahr
erscheint genau so schlimmer,
wie es ein jedes war.
Man wiederholt Gewimmer

for one.
Neidet Kindern ihre Festlichkeit,
weil man nicht anders kann.
Seelisch ist schon Fastenzeit.

Man zwingt sich, Optimist zu bleiben,
doch wieder wird es sicher wohl nichts werden -
man muß ja realistisch sein -
mit Frieden auf Erden. Posted by Picasa

Mittwoch, Oktober 04, 2006

Der arme Heinz


Mancher kriegt in diesem Leben
voll die Arschkarte gegeben.
Wie mein alter Kumpel Heinz,
solch ein Dasein gab es nur eins.

Sein erster Schrei schon machte klar,
daß er was Besonderes war.
Pädiatrisch gab es satt,
statt des Klappses auf den Po,
einen auf das Zifferblatt:
Fresse gibbet sowieso.
Und so ging es immer weiter,
niemals wurd' er wirklich froh.
Kaum war er als Kind mal heiter:
Fresse gibbet sowieso.

In der Schule, in der Lehre,
immer hieß es gleich Hallo,
als ob er verzaubert wäre:
Fresse gibbet sowieso.

Auf die Zwölf und auf die Glocke,
ständig Amboß, niemals Hammer.
Immer tönt es aus der Ferne:
Hau mich, Chef, ich brauch das so.
Schließlich rührt der armen Socke
stilles Leiden, stummer Jammer,
Engelsherz, das holt ihn gerne
in des Himmels Indigo.
Doch auch da schallt die Posaune:
Fresse gibbet sowieso.

Dieser Heinzi, als Vertreter,
für die ganze Menschenheit,
Mitleid kriegt er vielleicht später.
Fresse gibbet Ewigkeit.

Mittwoch, September 27, 2006

Geschaeftliches Telefonat


Ansage:
Tüüt tüüt...
Al Qaida, hast du Kummer
und du weißt dir keinen Rat,
Al Qaida, ruf die Nummer,
wenn du planst ein Attentat

Hallo, hier ist Al Qaida,
nein, Herr Laden ist nicht da.
Er ist gerade sehr beschäftigt, irgendwo in USA.
Nein, ich kann jetzt nicht verbinden,
weil, ich weiß die Nummer nicht.
Und ich muß auch gleich verschwinden
denn mich ruft die Heil’ge Pflicht.

Tüüt tüüt....
Vom Band:
Hallo, hier ist Al Qaida,
wir sind heute nicht bemannt.
Denn am Freitag sind wir nie da.
Ist dir irgendwer bekannt,
der da singend, malend, schreibend,
den Respekt vermissen läßt?
Dem empfehlen wir uns bleibend
und dann kriegt er seinen Rest.

Hallo, hier ist Al Qaida,
wissen sie sich keinen Rat?
Wir sind Tag und Nacht für den da,
der da plant ein Attentat.

Mittwoch, September 13, 2006

9/11


Remember, remember,
11th of September.
I know of no reason
why twin towers and plot
should ever be forgot.
Bin Laden, Bin Laden,
it was his intent,
to blow up the free trade
and whatever that meant.
Two score planes were fueled up high,
don't ask your president why.
By god's providence weren't caught
they hit the towers, he thought:
Hooray boys, let the mueddin sing,
hooray boys, let the church bells ring.
Hip hop Jihad,
hip hop, I'm bad.
A penny loaf to feed old pope,
a farting blaze to choke him.
A glass of tea to rinse him down,
a paradise to live in.
Burn them in a maze of tar,
up they go, a blazing star.
Burn them down from toe to head,
then we'll say old west is dead.

Remember, remember,
in the dark of the nights
that two wicked systems
stole our rights.

Dienstag, September 12, 2006

Kein Gedicht


Hier stünde wohl
ein schönes Gedicht.
Mit hinkenden Jamben.
Und Versen,
die in drallen
Kadenzen aufeinanderprallen.
Wie schon gesagt, stünde,
doch steht es hier nicht.
Wenn ich es fünde,
dieses Gedicht!
Ich hab es verdichtet
wohl 1000 mal,
metrisch gerichtet,
es war eine Qual.
Doch als es fertig bis zum Schluß,
es zu lesen - was ein Genuß.

Das Versmaß streng. Es transzendierte
hexametrisch inspirierte
lyrisch glänzend aufpolierte -
ach, mein Herz wird eng.

Denn ich hab es
verbummelt, verlegt und
verkurmelt.
Jetzt liegt es irgends rum
und murmelt.
Von Trochäen und Daktylus,
anapästischem Knittelversschluß -
welch ein Verdruß!
Oh, wüßt ich nur wo,
wo es wohl ist,
ich wäre froh,
ich armer skribist.
Dann stünde hier
ein schönes Gedicht,
doch, wie man sieht,
steht es hier nicht.

Freitag, September 08, 2006

Blaue Jungs


Der Marinechor singt

Blaue Jungs, blaue Jungs, lieben die Gefahren,
wenn sie über, wenn sie über blaue Meere fahren -

Ho ho ho ho

Lebe wohl, lebe wohl, allerliebster Schatz,
jetzt geht es, jetzt geht es, in den Kriegseinsatz -

Ho ho ho ho

Vielleicht sind wir, vielleicht sind wir,
morgen alle tot, morgen alle tot -

Ho ho ho ho

Dieses ist kein Ausflugsdampfer,
dies ist ein Kanonenboot, Boot, Boot -

Ho ho ho ho

So fahren wir, so fahren wir
in die Welt und singen -

Ho ho ho ho

daß wir ihr, daß wir ihr
unsern Frieden bringen -

Ho ho ho ho

Blaue Jungs, blaue Jungs,
fahrn in die Levante -

Ho ho ho ho

sichern dort das Wohlergehn
für Mutter, Schwester, Tante -

Ho ho ho ho

Robust ist, robust ist,
robust ist das Mandat -

Ho ho ho ho

vom Smutje bis zum Käptn ist
ein jeder Mann der Tat -

Ho ho ho ho

Bei Gefahr, bei Gefahr.
macht die Kanone Bumm -

Ho ho ho ho

und der Feind, und der Feind,
fällt dann einfach um -

Ho ho ho ho

und ne Buddel voll Rum,
Rum, Rum

Mittwoch, September 06, 2006

Fish

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The fish in the pond
were merry and gay.
They knew not of credit
or money to pay.

All they did
was swim around
with open mouths.
There was plankton abound.

Life underwater
was easy and free.
The fish were as happy
as fishes can be.

Then all of a sudden
in the muddy dark
arrived a mean and unscrupulous
shark.

He said:" Don't be nervous,
have no fear.
I like you fish,
I hold you dear.

I will not eat you
nor on you feed,
provided you bring me
the food that I need.

So don't you forget
in the dephts and the dark:
when I get hungry
I'm an angry shark."

The fish drew back
to debate the matter.
Some were enraged:
"Let us uprise and shatter
the enemy. United we're strong.
Let us fight
and may we live long."
But most of them were not that brave.
They wanted to hide
and stay in a cave.
Soon they discovered
that they needed
some food to munch
swallow and eat it.

Then one of them,
a clever anchovy,
said:" Let's start to work
and save and so we
can take to the market
what we don't need.
We'll give the shark money
to buy food to eat."

The shark found a wife
and had children to feed.
So the fish worked and worked
for their daily need.
The poor little fish
had to pay, pay and pay,
while the sharks had fishfingers
for lunch every day.

The shark never slept
nor ever he rested.
He had to take care of his money,
invested
in trawlers and nets,
in hooks and in bait.
He grew and grew
in size and in height.

He took over the oceans,
and all of the sea.
He started big business,
went globally.
He and his allies
grew mighty and tall.
And that's why small fish
will always stay small.

Dienstag, September 05, 2006

Kasperle in Teheran


Tri-Tra Mullalah,
das Kasperle ist wieder da.
Dieses Mal in Teheran,
fein aufgemerkt, jetzt fängt es an!

Hör, wie Alilarifari spricht:
"Wir wollen keine Bombe nicht,
und außerdem ist sie islamisch.
Großer Satan, werde nicht panisch!"
Ali reibt sich die Hände,
das Verhandeln hat ein Ende.

Auftritt jetzt der Kopf der Schlange,
ihm ist vor Atom nicht bange.
Er hat so viel davon gemacht,
ist dabei, in jeder Schlacht.
"Ihr wollt Korananreicherei?
Ich bin kein Weichei, bin dabei.
Ich will nicht nach dem Ölpreis fragen,
werd euch die Nase blutig schlagen."

Auftritt Achvertellmichwat,
sein Gelaber macht echt satt,
von Würde, Ehre, Haumichblau,
Paradies in Himmelsau.
Während die Bassidsch inzwischen
Heiden von den Karten wischen.
"Ich betör euch so laut, mit meinen Gesängen,
bis keiner mehr weiß, wo die Glocken hängen."

Auftritt nicht Bombe,
ist nicht da.
Sie ist zur Haddsch
nach Mekkaka.
"Ihr Herrn an der Macht,
seid so bescheuert.
Ich bomb, wenn es kracht,
das sei hier beteuert.
Es ruht nicht die Waffe, bis sie ein End fänd.
Es stoppt sie weder Krieg noch Appeasement.
Ihr müßt die Antwort zur Frage finden:
wie diskutieren Taubstumme mit Blinden?"
Sparen


Spare! steht im Grundgesetz.
Dann kennst du keine Not.
Wer jung sein ganzes Holz verfeuert,
friert sich später tot.

Spare jetzt! heißt die Devise.
Geiz ist das Dekret.
Wer heute all sein Pulver verschießt
für den ist's morgen zu spät.

Spar dir dein neues Auto und
die zweite Urlaubsreise.
Wer früh genug beiseite legt,
nur der ist wirklich weise.

Spart nicht am Rat, ihr Ministerialen,
knausern ist grandios.
Wenn keiner mehr was kauft bei uns,
sind alle bald arbeitslos.
Weltmaschine


Wir werden eine Maschine bauen,
höher als die Welt.
Die länger als das Universum hält.
Wir werden ihr vertrauen.
Seriell,unsterblich, mechanisiert,
fabrikatorisch instrumentiert.
Läuft sie erst, so gibt es kein halten,
sie wird den Terror des Zweifels abschalten.

Wir schöpfen einen Schöpfungsapparat,
dank der Kraft
der Wissenschaft.
Der Antwort hat
auf alle Fragen.
Die Kinder werden sagen:
Wir müssen von Mutter Natur uns befrein,
Vater, wir wollen Maschinen sein.

Samstag, August 26, 2006

Grillket Herbert


Dies war, im heißen Sommer 2006, mein Lieblingsgrillkett Herbert. Wir überdauerten den Abend nicht.

Donnerstag, August 24, 2006

Nahaufnahme


Es ist mir gelungen, eine Kamera zu entwickeln, die Aufnahmen machen kann von seelischen Zuständen. Hier die Nahaufnahme eines Nervenzusammenbruchs. Natürlich gibt es noch einige technische Probleme, aber ich arbeite daran.

Montag, August 21, 2006

Halibo Golbaelen


Diese Gummibälen habe ich auf einem Tlödelmalktstand pleiswelt elstanden. Del Velkäufel velsichelte mil, es handele sich um oliginale Goldbälen. Die Blaunen sind die leckelsten, fühlen abel bei mil zu einem gelingen Splachfehlel. Mein Alzt meint, das gehe bald volübel. Bis dahin lichte ich mich nach dem alten Splichwolt:
Mach es wie die Gummibälen,
lass dich vom Leben nicht beschwelen.
Wolkenbaendiger



Die Weltmeisterschaft im Wolkenbaendigen fiel dieses Jahr leider aus, da der einzige Teilnehmer wegen Dopings disqualifiziert werden musste.
Nirwana


Im Supermarkt
am Kühlregal
starrte ein Yogi
voller Qual
die ungeheure Auswahl an.
Ich fragte:
Kann ich helfen,
heiliger Mann?
Er sagte:
Ich suche eins
und das ist dies:
den Quark mit dem Namen
Paradies.
Er ist so himmlisch,
leicht und rein,
er soll der Weg
zum Himmel sein.
Ich schaute ihn
in einem Traum.
Unten cremig,
oben Schaum.
Ich will ins Nirwana
mit aller Gewalt,
den Quark ich brauche
möglichst bald.

Ich fragte, ob er von Müller sei.
Das wär ihm wirklich einerlei,
war seine Replik.
Worauf er schwieg.

So packte ich ein,
ohne zu fragen,
ihm in seinen Einkaufswagen,
was irgendwie erhaben roch.
Göttlich, himmlisch, rein und frisch.
Joghurt, Schoko, Eis und Fisch.
Und zum guten Schlusse noch,
einen Paradiesenwein.

Er strahlte,
zahlte,
zog davon.
Sagte nur:
Ich danke,
Sohn.
Ist auf sein Nagelbrett gestiegen,
um straks ins Paradies zu fliegen.

Donnerstag, August 17, 2006

Der letzte Rentner


Im Rentnerpark
auf seiner Bank,
hockt der Rentner.
Pleite, blank.
Was schaut er so verbiestert?
Er hat wohl nicht genug geriestert.

Dabei hat er,
in besseren Tagen,
emsig Taler
zur Kasse getragen.
Nie in Saus und Braus gelebt,
immer brav geklebt.

Er hat die Zukunft hinter sich
und fürchtet sich ganz fürchterlich.
Muß er heute,
in alten Tagen,
Rürup um Almosen fragen?
Oder fremde Leute?

Plötzlich schöpft er wieder Mut,
Kreativität aus Wut.
Erfindet, wenn auch älter schon,
eine neue Religion.
Wird zum ersten Propheten,
hat Weiber und Moneten.

Lebt glücklich und in Fröhlichkeit,
stirbt dahin zu seiner Zeit.
Auf dem Grabstein steht geschrieben,
was sein Wahlspruch ist geblieben:
Erschlag die Rentenlücke
mit deiner Krücke.
Die Mutter aller Gesetze



Ich fand mich neulich -
tief war der Traum -
in einem völlig Rechtsfreien Raum.
Nichts, was verordnet,
gestattet war.
Mein Fühlen, de jure,
war sonderbar.
Wie ließe sich tun,
was lieber bleiben?
Ohne Regeln,
die beschreiben,
wann Obligates bindend ist.
Wie, wenn jetzt ein übler Zwist?
Was will man da betreiben?

Verfügungslos im Niemandsland,
wo Nichts zu einer Ordnung fand,
mit Fug und Recht
Gesetzlos war,
juristisch ohne Regular.
Ich begann, mir Gedanken zu machen.

Es fehlte mir an Vorschrift sehr.
Regellos ist Leben schwer.
Wo sind verordnet die Sachen?
Die im Zwischenmenschverkehr
bestimmend statutorisch sind?
Ohne Richtschnur ist man blind.

Es mussten Paragraphen her.

Im Traume war ich nicht allein,
wir alle wollten nicht Maßlos sein
und schrieben,
nach vielem Geschwätze,
die Mutter aller Gesetze.
Nun kann ein jedes Problem auf Erden
rechtsverbindlich beschieden werden.
Lasst uns viel mehr Erlasse schmieden,
sie machen das Leben einfach
hienieden.

Mittwoch, August 16, 2006

Ein kleiner weisser Pudel


Ein kleiner weißer Pudel,
fand einmal eine Nudel.
Da dachte sich der Pudelmann:
jetzt heiß ich Peter Nudelmann!
Der kleine weiße Pudel,
war stolz auf seine Nudel.
Er hing sie an sein Halsband dran
und gab damit ganz schrecklich an.

Im kleinen Pudelhäuschen,
wohnte auch ein Mäuschen.
Das rief, als es die Nudel sah,
vor lauter Freude laut: Hurra!
Und sagte zu dem Pudel:
wie schön ist unsere Nudel.

Da rief der weiße Pudelmann:
Pack bloß nicht meine Nudel an!
Und schmiss das kleine Mäuschen
hinaus aus seinem Häuschen.
Jetzt ist der weiße Pudel
allein mit seiner Nudel.
Der naechste Tango (Inspiration B.M.W.)


Wir stehen hier so rum
und warten auf den nächsten - was?
Wir warten auf den nächsten Tango -
schön wird das.

Wir haben schon
in unsern Leben
viel erlebt.
Wir haben Spaß gehabt.
Wenn wir liebten -
die Erde hat gebebt.

Die wir so prächtig blühten,
wir werden melancholisch.
In sich versunkne Tüten,
sind wir erst alkoholisch,
so fehlt uns für die Leidenschaft
die Kraft.

Wir tanzen keinen Mambo,
Fandango oder irgendwas.
Dynamisch einen Tango-
wie schön wird das.