Freitag, August 29, 2008

Gefallener Stern



Am Abend, als ich endlich beschloß,
dir die Augen für immer zu schließen,
war nichts besonderes im Programm.
Für eine Knarre war ich zu klamm,
so unterließ ich, dich zu erschießen.

Ein Messer fiel wegen Sauberkeit aus
- wer will sich die Wohnung versauen -
Raketen sind nur schwer zu kriegen,
ich wollte dich als Festmahl für Fliegen,
doch war ich zu schwach, um zu hauen.

Gifte und Stricke sind nicht mein Stil,
auch Sägen und Hämmer und Feilen.
Ich begann, dich von innen tief zu frosten
- moderne Methode mit niedrigen Kosten -
um Feinde in kleinste Teilchen zu teilen.

Jetzt liegst du vor mir, raureifbedeckt,
und blau-steif gefroren dein Mund,
der oft und gern meine Nerven zerriß.
Vom Eise gesprengt dein grobes Gebiß,
nun schweige für immer, du Hund.

Donnerstag, August 28, 2008

zu kreuze




an deinen zeichen berauscht
um die besinnung gebracht
hab ich mich auf den weg begeben
zum schwersten letzten kampf
gegen den ersten der feinde
für eine nacht in deinen mauern
liegen wunder selber sehen
mit den händen begreifen
im siegen wenn du mich läßt
dann hast du triumphiert

Völlig losgelöst



Manche Menschen haben einen Tic,
mal zuckt das Glied und mal das Lid
und die in Liebe sich gewogenen
treiben gerne in erogenen
Zonen heiß herum. Doch manche
haben für das Leben einen Silberblick,
die treiben sich in die und nur Esoterik.

Natural born smoker



Hans dampfte stets aus allen Rohren,
ihm ging die Kippe nimmer aus.
Der Qualm trat ihm aus Augen, Stirn und Ohren,
im blauen Dunst war er zu Haus.

Er schaute Filme, in denen man paffte
und las die Zeitschrift Nikotin.
Auf Partys war er der begaffte,
aus Tabak sog er Kalorien.

Doch dann war quarzen plötzlich verboten
und keiner hatte mehr Fluppen im Land.
So ging er da hin, wo alle noch schloten,
hinter die ewige Nebelwand.

Vorläufiger Bericht



Es ist schwer gewesen, hierher zu gelangen, mit der ganzen Ausrüstung. Die Grenzen sind durchlässig, mit ein wenig Bestechung gibt es Bewegungsfreiheit, aber die Banden im Land sind gefährlich. Selbst unser Begleitschutz hat Angst, wir fahren nur tagsüber und rasten abseits der Straßen. Die ersten Dörfer waren eine Enttäuschung, zwar ist alles verwüstet, das Vieh verschwunden, die Brunnen zugeschüttet und die Häuser abgebrannt, aber es gibt keine Leichen und keine Überlebenden. Wie wir von unseren Führern erfahren, ist erst gestern ein Treck Gefangener von hier abgezogen, sie sollen in die nächste Stadt getrieben werden, um dort auf dem Sklavenmarkt zu landen. Ihnen zu folgen ist nicht ratsam, die Gegend ist vermint. Also fahren wir weiter durch die Steppe, auf der Suche nach ein paar eindringlichen Aufnahmen. Hungernde Kinder, verzweifelte Eltern, abgemagert und nur mit dem versehen, was sie gerade noch tragen können, auf dem Weg in ein ungewisses Schicksal durch glühende Wüste und peitschende Sandstürme, immer gejagt von erbarmungslosen Feinden, das sind die Bilder, von denen die Welt sich aufschrecken lässt. Bisher jedoch ist diese anstrengende Fahrt eine Enttäuschung, ohne Dusche und anständiges Essen, zudem ist es teuer geworden in diesem Land. Es wird bei der Spesenabrechnung wohl einige Konflikte geben, aber was soll es, für den guten Zweck schlägt man sich auch mit Bürokraten herum.
Morgen sollen wir endlich in richtiges Kampfgebiet kommen, es heißt, dass das nächste Dorf nur noch zwanzig Kilometer entfernt liegt und die Berittenen es bereits eingekreist haben. Wir prüfen unsere Ausrüstung und gehen früh schlafen, in der Hoffnung, endlich ans Ziel zu kommen. Wird Zeit, hier wieder zu verschwinden und, wer weiß, vielleicht gewinnen wir einen Preis mit unserer Reportage. Mühe genug hat sie gekostet.

Märtyrerpech



Mehmed war der allerbeste seiner Jahrgangsstufe,
in der Theorie. Er wusste, wann genau und wo und wie
man zuschlägt, um den größten Schaden anzurichten.
So brannte er darauf, dass man zur Tat ihn endlich rufe.

Beim allerersten Mal zerbrach er seinen Zünder. Danach
ließ er das Dynamit zurück. Dann fehlte ihm das Glück,
sein Wagen blieb in einem Vorort stecken und verreckte.
Beim vierten Mal fiel er der Länge nach in einen Bach.

Und fünftens, eines schönen Freitags früh um vier,
war er bereit, entschlossen und gerüstet. So gut, so weit,
wenn er nur nicht dem Haschisch zugesprochen hätte.
So ging er dann zur Unzeit hoch, im Hauptquartier.

Nun war er schließlich doch im Paradiese angekommen,
doch blieb er so alleine wie im Leben. Längst vergeben
die blendendweißen ewig jungen Huris mit den Mandelaugen.
Wie Lava Tränenströme heiß auf seinen Wangen glommen.

Da zeigte Gott Barmherzigkeit und ließ ihn zu den warmen
Brüdern. Die aber schrien barsch: Was solln wir mit dem Arsch?
Zieht ihm eine Burka an und steckt ihn zu den alten Frauen.
Da hockt er jetzt, für alle Zeit, und fleht um ein Erbarmen.

Iß egal




Du bist immer nur am fressen,
schaufelst ständig in dich rein.
Es ist kaum noch zu bemessen,
wie kann man nur so hungrig sein?

Und dabei schlabbert bei dir jede Hose,
du bleibst trotz Essen gertenschlank
doch ich werd immer fetter. Hypothyreose,
ich bin genau wie du, nur anders krank.

Schilddrüsenunter- oder übermäßige Funktion,
wir spielen beide in der falschen Lotterie.
Mir fehlt es an, du hast zuviel Information.
Natur ist edel und gerecht? Wohl eher nie.

Onliner



Und nach der Schule, voll Spannung
wegen der Noten im Test, wir stehen
auf der Brücke, spucken hinunter.
Triff in die Kreise, mitten ins Zentrum,
daneben ist Aus und wir sehen
die Reise beginnt in fremdere Länder,
wer weiß den Namen der Hauptstadt schon?
Der Ruß des Schornsteins lernt ein
verwehen. Wir gehen gemeinsam an Bord,
verstehen uns einsam, Kurs fort.

dran



berge hügel hänge wellen sich zu tal
aufwärts führt die fahrt gemeinschaftlich
er schafft viel mehr an sicht sich
er findet dann noch mehr detail
getreu zu bleiben dem objekt
bezogen auf das thema los gesagt
er findet einen platz in dicht
er bleibt dran

Samstag, August 23, 2008

auskuscheln



so geht es nicht weiter und hör nicht auf
die fragen liegen in trockenen büchern
von grenzen der verständigkeit schweigen wir
lauthals geschmiedet aneinander die antwort
treibt uns fort genommen in rätselhaft

Freitag, August 22, 2008

Wunder Morgen



Noch eher zögernd tastest du
Beginn in frischen Tag.
Kaum sind die Grenzen mehr zu sehen,
verwehen Zweifelsreste,
die Kuppen spüren keinen Halt,
dann, ohne Umweg falten sich
mehr Lider auf. Ein erster Blick
füllt sich zurück zur Nacht.

Erstaunt erstehst du auf erneut,
was war noch gleich
vor dem Danach?

Donnerstag, August 21, 2008

Neue Bauernregeln



Wenn der Kohl vergeht im Hagel
spricht der Bauer: Gibts halt Spargel.

Wenn Bauern über Äcker rasen,
leiden Wachteln, Schnepfen, Hasen.

Wenn Bauern in Gewittern kauern
müssen Bauersfrauen trauern.

Wenn die Bauern pleite gehen
hört man sie bis Brüssel flehen.

Wenn die Bauern Schnäpse saufen
muss die Magd Tabletten kaufen.

Wenn der Bauer Tabak kaut
ist der ganze Stall versaut.

Wenn Stürme durch den Sommer fegen,
dem Bauern hilft kein frommer Segen.

Wenn Bauern sich trommelnd im Kreise bewegen,
dann sieht man sie uralte Riten pflegen .

Wenn Bauer und Bäurin im Takte stampfen
riecht man den Gummi der Stiefel dampfen.

Wenn der Bauer im Stall, zum Akkordeon,
Gefühle bekommt, rennt die Herde davon.

Wenn du, so sprach der alte Bauer,
stetig lernst, dann wirst du schlauer.

Der Mode folgt ein Bauer nicht,
stolz trägt er Falten im Gesicht.

Mittwoch, August 20, 2008

Aufgeschwungen



Ernesto G aus Cuba hatte
platte Konten, völlig Latte
war der Zustand des Planeten,
sein Interesse galt Moneten.

Also sprach er so zu sich:
hast du kein Moos, machs selber. Ich
druck es besser und genau
fünf Jahre fuhr er in den Bau.

Kaum ist er wieder freigekommen,
hat er sich Banken vorgenommen.
Doch statt fortan im Kies zu baden,
hat man ihn ins Verlies geladen.

Dort konnte er sehr lange denken
daran, den Bimbes umzulenken,
las nur den Piepenteil der Zeitung
und fand darin die rechte Leitung.

So baut er mit geborgtem Zaster
privatverwaltet einen Knast. Er
weiß aus reichlicher Erfahrung:
Knete macht man mit Verwahrung.

Samstag, August 16, 2008

Während



Es blutet aus allen Rohren in die Fresse, Freund
waren wir einander schon lange nicht mehr so
viel gelacht und dann noch fröhlich Photos machen
wir uns nichts daraus vor und zeugen mehr Gefühl
für das, was letztlich zählt ihr uns denn aus dem vor
den Kopf gefahren haben wir einander genug.

Donnerstag, August 14, 2008

kleine beziehung



und du weißt auch nicht was ich will
nicht danken dir für meine zeit
verloren habe ich dich in mir
erzähle von mir bricht dein herz
verliert mein kopf dein ich
schweig mich an so laut du kannst

Montag, August 11, 2008

Für gut



Kriegt dich die kleine Wehmut doch zu fassen
und toben tausend Sorgen durch dein Herz,
so denk daran, wie leicht es ist, zu hassen,
schlag um dich, wüte, tritt dem alten, blassen
Kollegen Schicksal kräftig in den Sterz.

Entfache Glut, nimm Ärger an als Hummer,
der, kocht das Wasser, muß vom Leben lassen.
Verbrenn mit Wut die Flügel deinem Kummer
und schicke ihn für immer in den Schlummer.
Problem gewinnt? Das könnte dem so passen.

vergeben



dem druck luft suchen
der mund geöffnet bis
lang zum anschlag hin
gerichtet geht nichts
mehr ein fall aus
rollen in regeln
den spielen ergeben

Im Verzug



Wir fällen die Minuten aus den Stunden,
gemalte Fragen auf der dünnen Haut
des Tags, treiben eine Zukunft ins Gesicht
von Jahren ohne Namen, im Sediment entsteht
Gestein. Verbacken wachsen wir Momente
aus Bastionen, schroffen Graten um die Zeit
ineinander aufeinander loszulassen.

Freitag, August 08, 2008

ruinen leicht gemacht



vorher war ein nachher
steht kein stein auf dem platz
gemacht für die straßen
hunde am falschen baum
wollen die stricke nicht lange
mehr halten die herren
gedecke besonders bedacht

Erklärung



Ich werf mir eure Menschenrechte vor die Füße,
auch noch den letzten Rest an Stolz, von eurer Zeit.
Und selbst mit Macht vermag ich doch nicht so zu hassen,
wie ihr euch selbst verachtet, morsches Holz,
entzweit. Gestraft für etwas, das ihr im Gedächtnis
haltet, jetzt tut ihr Buße für Vergangenheit. So
weint ihr, lachend tanze ich an eurem Grab.
Ihr gabt euch selber auf, die Stimmen schweigen,
es neigen sich die Kerzen, wie es scheint.
Ihr seid Geschichte nur. Zum Todestage keine Grüße.

Samstag, August 02, 2008

Lucifer doosje (by Kirmesbollo)



so billig bist du
zu haben
doch vergehen städte &
die alte angst schreit orange
aus den fenstern
fällst du in die falschen hände
meine

Donnerstag, Juli 31, 2008

Ökorebell



Zu wenig Umwelt schadet unsrer Erde
und darum schrieb ich ein Protestgedicht.
Zur Rettung des Planeten diese Zeilen,
viel mehr zu bieten habe ich ihm nicht.

Ich bleib ab jetzt nur noch in meinem Zimmer,
bei Kerzenlicht schreib ich mit Federkiel.
Es grünt in mir so manches sehr natürlich,
zur Erdenrettung braucht es gar nicht viel.

Ab jetzt trag ich im Winter drei Pullover,
zwei Hosen und acht Socken, auf dem Kopf
vier Pudelmützen, wichtig ist Gesinnung.
Nur manchmal frier ich feste auf dem Topf.

Das Leid des Umfelds schlägt auf die Gemüte,
ich hab für meinen Globus noch ein Herz.
Seid auch dafür, den Frevel zu verbieten,
das Essen, Trinken, jeglichen Kommerz.

Mittwoch, Juli 30, 2008

Im Werk (Fortsetzung von: Im Fort)



13.07.2026
Es ist schön hier im Sommer, Königskerzen blühen, Nachtkerzen, der Dost duftet, unten am Sumpf schwirren Libellen, hüpfen Frösche zwischen Blutwurz, Sumpfdotterblumen und Schilf. Amseln füttern ihre zweite Brut, es ist warm, heute früh fiel ein Landregen. Von meinem Lieblingsplatz habe ich freie Sicht auf Brombeerhecken, die reichen Ertrag versprechen, die eingestürzte, von Knöterich und wildem Wein überwucherte Gießhalle und den ehemaligen Werksbahnhof, dessen Schotterflächen von Steinbrech, Flechten und Moosen überwuchert werden. Die Geleise sind lange schon abmontiert und eingeschmolzen, nur die Bohlen widerstehen noch ihrer Verrottung.
Gestern Nacht habe ich dieses Notizbuch gefunden, in einer verlassenen Laube ganz in der Nähe. Eigentlich war ich auf der Suche nach vernünftigem Werkzeug, die Bodenbeschaffenheit ruiniert jeden Spaten und jede Grabgabel und für meine Hanfpflanzen brauche ich eher tiefgründigen, feinen Boden, um eine nennenswerte Ernte zu erzielen. Jedenfalls lag dies Büchlein dort, kaum beschädigt von Wind und Wetter und nur die ersten zwei Seiten beschrieben, in einer unleserlichen Handschrift. Spontan habe ich beschlossen, ab jetzt ein Tagebuch zu führen, damit mich die Erinnerung nicht trügt in späteren Jahren.
Es ist erstaunlich, wie leicht Verzicht fällt, ich wohne hier schon über ein Jahr und habe noch nie elektrisches Licht, fließendes Wasser oder Zentralheizung vermisst. Fernseher und Radio sind ohnehin nur Zeitverschwendung, auf allen Kanälen das gleiche in verschiedener Verpackung. Essen findet sich im Überfluss, so dass ich ausreichend Vorräte habe für den Winter, Wasser sammelt sich in den Kellern der Gebäude, Holz und Kohlen liegen überall herum.
Gleich nach dem Frühstück habe ich den Anhänger beladen, um Bauer Maas zu beliefern. Er hat einen Hof nicht weit von hier, abseits von der Hauptstrasse und nur auf Feldwegen zu erreichen. Ich tausche mit ihm, Marihuana und Heilpflanzen gegen Kartoffeln, Salz und Speck. Manchmal helfe ich auch bei der Ernte oder stehe nachts Wache auf den Feldern. Er ist ein ernster Mann weniger Worte und liebt es, abends Pfeife rauchend vor seinem Haus zu sitzen. Seine Frau ist vor zwei Jahren gestorben und von seinem nach Australien ausgewanderten Sohn hat er nie wieder gehört, wahrscheinlich ist er in einem der zahlreichen Aufstände umgekommen. Jetzt bewirtschaftet er den Hof mit Hilfe von John und Cathy, Flüchtlingen aus London.
Wir verbrachten den Tag damit, das östliche Kartoffelfeld abzuernten und ich machte mich bei einbrechender Dämmerung auf den Weg zurück. Da der Anhänger schwer beladen war, beschloss ich, ein Stück über die Hauptstrasse zu fahren, auch wenn dies nicht ganz ungefährlich ist. Man hört immer wieder davon, dass Menschen aufgegriffen werden von der Bürgerpolizei, um in eine der überall eingerichteten gesicherten Heimstätten verbracht zu werden. Seit vor drei Jahren die NSGPE die Wahlen gewonnen hat, die neue soziale Gerechtigkeitspartei unter ihrem ersten Bürger Kevin Yilmaz, wird es zunehmend schwerer, außerhalb der Norm zu leben. In den mit Mauern und Stacheldraht gesicherten Heimstätten ist alles bis in kleinste geregelt, es gibt Arbeit für jeden, Sicherheit und soziale Gerechtigkeit. Ein verlockendes Angebot, dem immer mehr zustimmen.
Als ich auf Höhe des Altersheims St Barbara war, musste ich absteigen und schieben, da die Straße übersät war mit Trümmern. Neugierig stellte ich mein Rad in den Schutz einer Hecke und begab mich auf den Weg zum Hauptgebäude, das offenbar völlig ausgebrannt war. Als ich an der Kapelle vorbeikam, hörte ich ein leises Stöhnen. Ich betrat den dunklen Raum und sah undeutlich einige Körper, die verrenkt um den Altar herum lagen. Aus der hintersten Ecke ertönte schwaches Atmen, vorsichtig tastete ich mich dorthin und fand einen alten Mann mit blutüberströmtem Kopf. Mit einiger Mühe gelang es mir, ihn aus der Kapelle zu tragen. Bedauernd warf ich die Kartoffeln in die Hecke und lud den Mann in den Anhänger. So langsam und vorsichtig wie möglich fuhr ich zurück ins Werk. Dort angekommen, reinigte ich seine Wunden, verband sie mit zerrissenen Laken und flößte dem älteren Herrn einen Tee aus Dost, Salbei und Mohn ein. Nun schläft er, auf einem weichen Lager aus Laub. Hoffentlich gelingt es mir, ihn wieder zu Kräften zu bringen, Medizin ist auf dem freien Markt fast nicht mehr zu bekommen und ich bin nicht bei der staatlichen Gesundheitsfürsorge versichert.
Es ist schön, einen anderen Menschen in der Nähe zu haben. Morgen will ich ihm eine Suppe aus Kaninchenfleisch bereiten. Ich muss auch noch eine Mütze nähen, mit Aluminiumfolie gefüttert, damit seine Gedankenstrahlen nicht messbar sind. Aber nun wird geschlafen.

Montag, Juli 28, 2008

Voll leer




Es ist spät in der Nacht
meine Augen sind sehr schwer.
Hab gedacht an dich
und das, letzte Flasche ist fast leer.

Jetzt noch eine Zigarette
zur Entspannung und zum Trost.
Hätte ich doch nur, ach was,
egal, noch ein Schlückchen, prost.

Lecker schmeckt die letzte Kippe,
wenn sie brennt. Was ist denn nun?
Bloß Gerippe in der Schachtel,
muss sie das denn immer tun?

Diese abgefeimte Hexe
nie schmeißt sie die Hölzchen fort.
Früh um sechse ohne Feuer!
Ich hau ab, darauf mein Wort.