Mittwoch, Juni 08, 2011

Gesprächsbereit



Wie jeden Morgen fährt der moderate Taliban
mit dem Jihad 500 ins Büro. Er trägt
den feschen Turban Marke Ali Boss,
und träumt vom neuen Mahmud-Benz-Coupe.

Sein Job ist schwer, er soll aus tausendeins Verboten
fünfhundertundeinhalbes machen, dabei keines ändern.
Zum Mittagessen gibt es Dialog mit Reis,
Europa kommt vorbei. Der Rest ist für Frauen und Kinder.

Natürlich können Muttis lesen. Den Koran
gibt es im Dünndruck auch für Damentäschchen.
Die jüngste Tochter dürfte halbtags in die Schule gehen,
wenn sich denn eine fände, die nicht gerade brennt.

Man köpft in Zukunft halb und hängt ein wenig auf,
mit Kieselsteinchen wird ab jetzt geworfen.
Die Viertfrau soll zumindest dreizehn sein,
man ist ja schließlich ziemlich moderat.

Montag, Juni 06, 2011

Wenn Kirchen ihre Tage haben



Die Tankerpionierin Gottes spricht,
haut dir ihr Herz ins Angesicht.
Beim Plausche mit dem Taliban
hat sie was in den Tee getan.
Nun strahlt sie wie im Fieberwahn.

Das hat dem Muselmann gefehlt,
dass eine Frau sein Wohl erwählt,
um für solchselbiges zu beten,
derweil die Evangolen kneten
bunte Klötzchen auf den Feten.

Das moderne Christentum?
Leerer als ein Vakuum.
Die Umma hat sich schon geeinigt:
Margot wird zuletzt gesteinigt.

Mittwoch, Juni 01, 2011

Die KPD ist weiß wie Schnee



Warum sollte man sich mit der läppischen Frage beschäftigen, ob Dierkes und seine Spießgenossen Antisemiten sind? Diese Biedergänger mit dem Charme und der intellektuellen Ausstrahlung von Wackeldackeln sind gewiß zu 100% bereit, jedem jüdischen Opfer, und sei es auch noch so groß, ein größeres Denkmal zu errichten, man ist schließlich ein aufrecht gehender Antizionist.
Per Flugzeug, Schiff (Alte Fregatte im Wechseljahrsturm) oder zu Fuß in der leeren Wüstenei des Kopfes begibt man sich auf eine Zeitreise rückwärts in ein Land, das es nie gegeben hat, welches nur für Römer und Engländer diesen Namen trug: Palästina.
Und schon ist man German of Arabia und flattert im Burnus dem Beduinen voran: ein Volk, einstaatenerlöser, ein williger Jakobiner. Mehr dazu in der Charta der Hamas, die sich von jedem Dämelack googeln ließe, wäre selbiger nicht zu dämelackig dazu.
Wer unter solchen Fahnen Tritt fasst, dem sollte ein Tritt fast sicher sein: Geh doch nach Gaza und kämpf deinen Kampf, leck dem von der EU finanzierten getreuen Gebieter die blutigen Sandalen sauber von ganz unten und feier ein Fest mit Vittorio Arrigoni und Juliano Mer-Khamis. Als Idiot kann man sich sowas von nützlich machen, das glaubt kein Bescheppter.

Montag, Mai 30, 2011

Kriminalhaiku 2



Spätabends Fliegensummen,
männliche Leiche.
Noch ist kein Motiv bekannt.
Fortschreitende Verwesung,
Sommerheiße Nacht.
Schweigen im finsteren Tann.
Sirenen im Morgentau,
menschliche Wesen
zögernd an dem Ort der Tat.
Ein Ausweis liegt im Wasser,
Täter ist bekannt.
Schon wieder ein Fall gelöst.

Großer Nachtgesang (Grüne Transformation)



Es wäre am besten, die Menschheit verschwände,
dann ginge es Mutter Natur wieder gut.
Fair durstend trügen wir bei zu der Wende.

Wenig sei besser, so schlössen behende
wir die Werke, natürlich im Mut.
Es wäre am besten, die Menschheit verschwände.

Der Rückbau brächte organisches Ende,
verlöschte die allesverzehrende Glut.
Fair hungernd trügen wir bei zu der Wende.

Demut liesse uns senken die Hände,
wir schwörten wohl ab der raffenden Wut.
Es wäre am besten, die Menschheit verschwände.

Bemalten wir nicht schon immer die Wände:
der Fortschrittsgedanke - alternder Hut?
Fair schmachtend trügen wir bei zu der Wende.

Uns bliebe noch Zeit zum Löschen der Brände
wenn ihr das tätet, was keiner gern tut.
Es wäre am besten, die Menschheit verschwände,
fair reckend trüget ihr bei zu der Wende.

Mittwoch, Mai 25, 2011

EHEC-Panik



Vor Gemüse aus Norddeutschland wird gewarnt.
Update: Spanien
Update: Wieder Deutschland, jetzt Sprossen.

Montag, Mai 23, 2011

Das Zentralkomitee hat getagt



Das ZK hat getagt

Genossen! Der Klassenfeind wirft uns Antisemitismus vor. Was das ist, bestimmen immer noch wir,schließlich haben wir jahrzehntelange Erfahrung damit. In der gesamten Bandbreite unserer Partei, der Avantgarde auf dem Weg in eine bessere Zukunft und eine schlechtere Vergangenheit, strahlen wir den reinsten Philosemitismus aus, der dialektisch möglich ist. An unseren Lippen klebt die Bekenntnis zum Staate Israel, unsere Wünsche zum Wohlsein begleiten seinen jüdischen Anteil überallhin.
Im Keller befindet sich unsere Abteilung unverbrüchliche Freundschaft mit dem arabischen, äääh, palästinensischen Volk, dessen leidvolle Geschichte unter der Knute wechselnder Imperialisten beispiellos ist. Wer hat sich denn damals aus dem Land führen lassen, ein gemütliches Leben geführt an den Flüssen Babylons und am Nil? Und wer ist schließlich als wahrer Semit im Land geblieben und hat die Fahne Palästinas hochgehalten gegen Babylonier, Römer, Christen, Araber, Osmanen, Franzosen und Engländer? Na? Und als unser geliebter Bruder, Genosse, Kampfgefährte, Pionier einer neuen Weltordnung, der gerechte, selbstlose, geniale Führer, ääähhh, Anführer Yassir Arafat den Namen PALÄSTINA endlich wieder ausgrub unter dem Schutt der Geschichte, wer hat sich direkt eingereiht und aufgestellt, wer ist vornewegmarschiert mit den richtigen Losungen? Na, wir.
Wir sind die einzige Partei, die schon eine Idiotenquote eingeführt hatte, bevor dies Gesetz wurde, die das bürgerliche Lager überholt hat, ohne es einzuholen. Wir sind die einzigen, die die Schoßhunde und Führer des ewigen Finanz...dingens...tums in die Fischmehlfabriken verbannen werden, da wir die Gesetzmäßigkeit der Geschichte auf unseren Schultern zu schultern wissen.
Wir sind die natürlichen Verbündeten der Erniedrigten und Beleidigten und werden daher unsere Verbündeten im Kampf um Gerechtigkeit niemals erniedrigen oder beleidigen, indem wir sie kritisieren. Der Araber...ääähhh....Palästinenser ist ein stolzer, aufrechter, edler Kämpfer/in, Genosse/in und Bruder/in, dessen endlose, ewige, selbst gerechte Forderungen nicht zu unterstützen hieße, ihn zu demütigen. Dies würde ihn in Gegnerschaft zu uns führen, und da wir die gegebenen Führer der Gegnerschaft zu demütigenden und beleidigenden Teilen der Volksgemeinschaft sind,
würde uns solches Verhalten zu unseren eigenen Gegnern machen, was selbstverständlich historisch unmöglich ist auf den verschiedenen Wegen zum Kommunismus.
Von daher rufen, nein schreien wir: Weg mit den Grenzen in Palästina! Rücknahme aller Staatsgründungen seit 1967 vor unserer Zeitrechnung und Rückkehrrecht für alle (außer natürlich für die aus den arabischen Ländern geflohenen und vertriebenen Juden, Nazideutsche vom Osten, Hugenotten, Kulaken, Republikflüchtlinge und anderes reaktionäres Gesocks) Indianer, Westgoten,Ostgoten, Postboten und Rostroten.
Zum Schluss ein Kanon des Genossen Rosa-Josip-Leo-Kimche:

Der ewige

Jude - ääh, pardon -, der Zionist,
war, ist und wird für immer sein
selbst Schuld daran, was ihm geschieht,
weil er vergißt,
dass er den Täter treibt und der vergießt
der Tränen viel, die ihm noch nie gehörten
und dem als Opferopfer flammende Entzürnung sprießt:
Hört die Empörten.
Es wäre doch der Juden größter Sieg,
sie brächten sich verlierend dar im letzten Krieg,
den sie, seit ewigem Gedenken,
(wie jeder weiß) der Menschheit schenken.
Denn weil nun mal der Zionist
genau so anders wie der Jude anders ist:

Ihm richten wir (danach) ein Mahnmal auf auf unserem Gebiet.

(Dialektischer Jubel der Teilnehmer der 33. Sitzung des ZK der internationalen Abteilung für die Herstellung einer gerechten Weltordnung.)

Freitag, Mai 13, 2011

Festtag




Aus jeder Richtung strömen Menschenmengen
in die mit Fahnen reich geschmückte Stadt.
An allen Ecken stehen Würstchenwagen,
Getränkestände löschen preiswert Durst.

Man hat sich fein gemacht, die Kinder tragen weiß,
wer zahlen kann, nimmt Platz auf den Tribünen
und fächelt sich mit dem Programmheft Kühlung zu...
der Oberbürgermeister hält ganz kurze Reden.

Die Klingen sausen, trennen Rümpfe
von Köpfen, die ein wenig rollen
und Blutfontänen schimmern regenbogengleich
im sommerlichen Sonnenuntergang.

Dann folgt ein kleiner Imbiss mit viel Senf,
ein ausgefuchstes Feuerwerk
und ab nach Hause
durch den Stau.

Dienstag, Mai 10, 2011

Hagen, der Rether Deutschlands



Hör ich dieses Elend singen
möcht ich es am Schwanze schwingen,
ihm auf die Pedale treten,
flehen sollst du, hörst du, beten,
zu den Herren, die noch blechen
für ein Ohrenpeinverbrechen,
das du dem Gebührenzahler
unterjubelst für die Taler,
welche er stets opfern muss
damit solch ein Opferstuss
über Wellen und durch Wände
sich in mein Gehör versende.

Dein Vollbartgehorsam wird dir nichts nutzen,
als Dhimmi darfst du bloß Klosteine putzen.

Montag, Mai 09, 2011

PLO



Werde deines Lebens froh,
mach es wie die PLO.

Willst auch du Scheichreich werden wie Yassir Arafat (wohl mehrere hundertmillionen), deine Zeit aber nicht an nutzlose 09:00-17:00 Jobs verschwenden?
Einfache Anleitung in 10 Schritten

1. Erfinde ein bis dato untervermitteltes Volk, welches seit ewigen Zeiten in heroischer Verliererpose gegen seinen selbstverschuldeten Untergang ankämpft und lasse diesem ein historisch einmaliges Unrecht angedeihen.
2. Weise die Schuld an dieser Ungerechtigkeit dem Juden zu. Sollte dies nicht möglich sein, da schon überbesetzt, Amerika oder Europa, warum auch nicht mal Kanada oder Island? Gewinne möglichst viele Unterstützer aus dem fortschrittlichen Lager durch markige Parolen. Merke: Progressive lieben das Opfer und lassen sich, nach Erreichen der Ziele, problemlos entsorgen, da heillos zerstritten.
Zudem kontrollieren sie die Welt durch irgendwas mit Medien.
3. Unterstütze deine Causa durch wahllose Terrorangriffe auf zivile Ziele, um zu beweisen, dass niemand unschuldig ist. Lasse dich nirgends integrieren, da ansonsten die Assimilation ein Verbrechen an der Unmenschlichkeit der Täter darstellen würde. Gewinne weitere Helfer aus dem radikal fortschrittlichen Lager und lasse diese in deinen Camps ausbilden oder sie sich einbilden, sie wären dort irgendwie gewesen, inhaltlich.
4. Gründe zahlreiche Unterorganisationen, deren Forderungen noch radikaler und absurder sind als deine und vermittle der gläubigen Weltöffentlichkeit den Eindruck, dass speziell deine Vereinigung geeignet ist, diese Splitterguppen unter Kontrolle zu bringen. Lasse dich dafür von der UNO bewaffnen und finanzieren.
5. Führe Verhandlungen, deren einziges Ziel es ist, dein Gegenüber mit diversen Forderungen nach dessen Verschwinden zu verunmöglichen. Verschleiere deine Drohungen derart, dass du A) weiter die Unterstützung der Weltgemeinschaft gewinnst und B) du deine Unterorgarnisationen scheinbar derart gegen deine "Kompromißbereitschaft" aufbringst, dass sie anfangen, allen derart auf den Sack zu gehen, dass du als einziger Moderater dastehst und noch mehr Fördergelder erhälst.
6. Investiere diese Gelder in Dope-for-guns Programme und spiele weiter den Friedensfürsten, indem du Abkommen abschließt, deren Einhaltung deine Statuten (die ohnehin keine Sau ernstnimmt, da du ja nur ein armes Opfer bist) auf keinen Fall zulassen (kassiere dafür Nobelfriedenspreismedaillen und investiere die Preisgelder in 6.). Lass die Gewinne aus deinen illegalen Geschäften reinwaschen und investiere in zukunftsträchtige Industrien. Hetze deine Versagerfreunde aus dem linken Lager auf diese, um die Gewinne zu steigern. Jeder kauft, was Linke hassen.
7. Übertreibe dein Gehabe möglichst derart, dass deiner Umgebung nichts anderes bleibt, als sich vor dir zu schützen. Bezeichne dies als Segregation, Isolation, Apartheid. Gewinne damit auch noch die Herzen der letzten Weicheier und lass dir und deinem Stamm das Dasein komplett vergolden. Nun hast du wirklich alle auf deiner Seite, die stets das Gute wollen und dafür willens sind, andere das notwendig Böse tun zu lassen.
8. Vermehre dich immens und bezeichne dies als Völkermord.
9. Wenn die Zeit gekommen ist, vereinige dich mit deinen "Feinden", fange wieder bei 3. an. Spiele dies so lange durch, bis du gewonnen hast.
10. Sobald du die Endlösung gewonnen hast, vernichte deine "Freunde", leg alles in Schutt und Asche und beginne bei 9.

Kontaktanzeige



Was ich total vergessen habe zu verschweigen:
mir ist ein nicht unerhebliches Unvermögen zu eigen.
Da hab ich lange drauf gespart.
Ich machte Karriere als Dramaking,
Heularien sind mein größtes Ding
und erst bei Ungerechtigkeiten komm ich groß in Fahrt.
Ich produziere grauen Himmel für Export
und fahr zu Katastrophen hin, nicht fort.
Mit achtzehn guck ich Pornos und trink literweise Bier.

Donnerstag, Mai 05, 2011

Straßentotes



Noch eine Flasche Terror to go,
dann leg ich eine Spur aus Splittern durch die Stadt
und ja, ich werde mir die Schuhe abtreten
an irgendeinem Kopf.
Du Dreck, deine Mutter soll weinen,
dass sie dich ungefragt geworfen hat,
direkt in meine entsicherte Faust.
Und ja, ich male ein Bild auf die Straße
mit deinem Blut ström ich Graffitti
in die Herzen jeder Stadt:
Hier geht nur einer namens Ich.

Samstag, April 30, 2011

Vom Markt



Sie kauft ein Pfund feldfrischer Möhren,
am Lachsfilet stört eine Gräte
und drüben gibt es die Kartoffeln,
die er mag. Sie mag das Drängeln,
Schieben und die lauten Rufe:
Hier läuft der Saft die Treppe rauf,
schafft kaum, die Tüten bis zum Rad zu tragen.
Der Magen knurrt, schnell ein Croissant?
Dann Zwiebeln schneiden, Knoblauch hacken,
ein wenig mehr Ras-el-Hanout,
mit Mut den Fisch gesäubert, salzen
und gesäuert. Die Pellkartoffeln auf,
der Aufzug geht, er kommt, sie hofft,
er schlüge nicht so fest
und schliefe nicht mit ihr.

Donnerstag, April 28, 2011

Nicht jedes



Nicht jedes Arschloch ist ein Faschist,
aber jeder Faschist ist ein Arschloch.

Lehren



Also sprach der Sanitäter:
Ich versorg die Opfer später.
Selber schuld an ihrem Los,
ach, das Elend ist so groß
der zum Tun gedrängten Täter.

Waren wir denn früher besser?
Waren wir nicht Menschenfresser?
Dafür sollten wir jetzt leiden,
uns in solches Los bescheiden,
das diktieren lange Messer.

Klüger scheint es nun zu kuschen,
stille um die Ecken huschen,
als dem Streit sich wacker stellen.
Vorsicht! hört man Hunde bellen -
Straße frei, ihr feigen Luschen.

Glauben




Glauben macht sehr schnell abhängig. Fangen sie am besten gar nicht erst damit an. Wenn sie das Glauben aufgeben möchten, kann ihnen ihr Pfarrer, Imam oder Rabbi auch nicht helfen.

Kakadu



Le be-u, le be-u,
ich kleb dir das Arschloch zu.
Werde dich mit Semtex füttern,
spreng dich heim zu deinen Müttern.
Le be-u, le be-u,
dann hats endlich eine Ruh.

Kriminalhaiku 1



Irgendwo noch Licht,
im Gras schon keine Spur mehr.
Verbrechen vollbracht.

Ein Ödchen



Du quältest dich und mich noch mehr,
Oh mein Gedichteschreiblehrer.
Wir nahmen manche Flasche her,
durchwanderten des nachts Wälder,
studierten alle Klassiker,
nur meine Blätter blieben leer.

Mittwoch, April 27, 2011

Liebes Tagebuch 1



Liebes Tagebuch
21.04.2034

Wieder kein Biomobil zugeteilt bekommen. Unser zuständiger Carsharer ist einfach zu streng. Nur weil die Auswertung meines letztwöchigen Eßverhaltens sich ungünstig auf meinen BMI ausgewirkt hat, soll ich zwei Wochen mit dem Dienstdreirad fahren und bin in der Kantine auf Diät gesetzt. Hätte besser doch nicht am Protestgrillen teilgenommen.

"Gün/Der Tag
Duisburg, 20.04.2034

Von unserem Korrespondenten Moustapha Al-Schmitz

Bundeswehr stellt Ordnung her

Nachdem es in der letzten Woche während des Aufgrillens im Böninger Park zu Handgreiflichkeiten kam, als sich vermehrte Beschwerden wegen der Verbreitung von Schweinsmolekülen erhoben und sich handgreifliche Auseinandersetzungen über das gesamte Stadtgebiet verbreiteten, kam es gestern früh gegen 11:11 zu erheblichen Ausschreitungen, den so genannten Grillaufständen. Eine bisher unbekannte Gruppe namens Barbeque-Bandidos, unbestätigten Meldungen zufolge eine Unterabteilung der berüchtigten Grill-Guerilla, stürmte plündernd und brandschatzend das Rathaus. Der Oberbürgermeister Muhammad Haji Sauerland konnte der aufgebrachten Meute nur durch einen Sprung aus dem Fenster seines im ersten Stockwerk gelegenen Büros entkommen, wobei er sich eine ernste Bartverletzung zulegte, welche in der Düsseldorfer Uniklinik behandelt wird. Er befindet sich außer Lebensgefahr.
Ein geplantes Schweinenackenattentat auf den Kalifen von Marxloh, Mehmed Meyer-Menderes, konnte durch ein beherztes Eingreifen der neugegründeten Abteilung zur Niederhaltung abweichenden Verhaltens beim Sonderministerium in letzter Minute abgewendet werden. In einem durch die vermutlichen Täter angemieteten Lagerhaus wurden zahlreiche abgelaufene Würstel, Kottelettes, Bauchspeckgürtel und mehrere Fässer voll Schweinsgülle sichergestellt, die zur ordnungsmäßigen Vernichtung den zuständigen Ämtern übergeben wurden. Es bestand deren Angaben zufolge zu keiner Zeit eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung.
Nach ernstzunehmenden Ankündigungen der autonomen "Duisburg in den Rhein"-Aktivisten, die damit drohten, Deiche zu sprengen und sämtliche tiefergelegenen Gebiete den Fluten zu überantworten, besetzte gestern die dritte Brigade des Heimatschutzheeres wichtige Knotenpunkte und schritt zu ersten Verhaftungen. Sämtliche Rädelsführer seien aus dem Verkehr gezogen, verlautete es aus gewöhnlich zuverlässigen Kreisen. Unbestätigt sind Meldungen, nach denen es zu rätselhaften Selbstmorden gekommen sein soll, vermutlich handelt es sich um Opfer der gemeinen Schweinepestilenz.
Der Erzpräses der ök(o)umenischen Kirche Rheinruhr, Martin(a) Paulus-König, rief zu Ruhe und Besonnenheit auf. "Wir müssen uns verändern, um den Anderen aus seiner Andersartigkeit zu befreien", erklärte er während einer Pressekonferenz in der Imam-Salvator-Kirschee. "Toleranz ist gerade auch und besonders wichtig da, wo es um kritisches Hinterfragen und, besonders wichtig, Verändern von eigenen Dogmen, Vorstellungen und Verhaltensweisen geht. Grenzen zu setzen grenzt immer auch irgendwie ein oder aus."
Erste Maßnahmen der zuständigen Behörde zur Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung, zur Verhinderung des Lasters und zur Aufrechterhaltung der Tugend beinhalten: Kennzeichnung von Stätten, Personen und Transportmitteln des Umgangs mit Sus scrofa domestica, ins besonders Produkten, Derivaten, Atomen und Molekülen solchselbiger in Verbindung mit Zucht, Mast, Schlachtung und Inverkehrverbringung sämtlicher Produkte, Derivate, Atome und Moleküle oben genannter mittels geeigneter Verfahren. Speziell ist das dem Verzehr der Produkte dienende sogenannte "Grillen" und "Braten" der im Bundesgesetzblatt 13/22-A-15 näher bezeichneten Bestandteile dienende Verfahren des geruch- und rauchlosen Herstellens verzehrfähiger Bestandteile von Haus- und wildschweinen vermittels des patentierten Rauch- und geruchlosen Verfahrens zur hitzebezogenen Zubereitung schweinischer Produkte in geschlossenen Schutzräumen anzuwenden, besonders unter Berücksichtigung einer energieschonenden Vorgehensweise.
Die amtierende Vilayetkanzlerin Ayshe Brandkohl gab in einem Kurztwitterview mit dieser tweetschrift ihrer Hoffnung Ausdruck, dass nun "aller Zwietracht ein Ende bereitet sein möge und Diskriminierung, Vorurteile und das Streben nach Ungerechtigkeit und Bevormundung ihren Platz in der zuständigen Mülltonne der Geschichtsschreibung finden werden."
Ein weiteres Übergreifen der Auseinandersetzungen wird behördlicherseits nicht befürchtet."

Auch dass ich eine gefundene Kippe aufgeschmaucht habe, findet sich negativ in meiner Verhaltensbewertung wieder. Nehme mir vor, auf einen Raucherhelm zu sparen.
Keine Antwort auf meinen tweet von gestern, die Antidiskriminierungsabteilung pennt wohl. Den ganzen Tag unterwegs gewesen, um Schallplatten einzusammeln im "Vinyl gab ich für Öl" Programm, wenige haben wohl noch Scheiben von James Brown, der in meinen Zuständigkeitsbereich fällt. Kaum kehre ich heim ins Amt, eine magere Ausbeute an Scheiben unterm Arm, die Energieversorgung der Bevölkerung zu sichern, schon schallt es über die Flure: Git on up, stay on the scene, like a Speckmachine. Werde mir das nicht länger gefallen lassen und eine Versetzung ins Royblackressort verlangen.
Heute wieder sie gesehen, der mein Herz entgegenschlägt, da fiel mir alles aufs Förderband, Scheinfette, kunstloses Brot, Käsebytes, sie macht mich fertig. Werde mich an die Multikultbehörde wenden, um Moderator(in) zu finden. Habe gesamtes Herzblut vergossen.

Hattice, ach Hattice,
wenn ich in deine Augen seh,
dann bebt mein Herz vor Qual,
Welt wird mir egal.

Suleyman, ach Suleyman,
lass mich an deine Tochter ran.
Bitte sag nicht nein,
sonst weisen sie mich ein.

Prinzessin von mein Herz, ey
Herrin von mein Schmerz, ey.
Bruder sagt mir: laß es besser,
schwör isch hol mein Dönermesser.

Hattice, ach Hattice,
ich vor Sehnsucht bald vergeh.
An dir geht noch mein Herz entzwei,
du sitzt bei Aldi an Kasse drei.


Zweisprachige Version

Hattice, ach Hattice,
wenn ich in deine gözler seh,
dann bebt mein Herz vor Qual,
dünya mir egal.

Suleyman, ach Suleyman,
lass mich an deine Tochter ran.
Lütfen sag nicht nein,
sonst weisen sie mich ein.

Sultana von mein Herz, ey
Herrin benim Schmerz, ey.
Bruder sagt mir: laß es besser,
schwör isch hol mein Dönermesser.

Hattice, ach Hattice,
ich vor özlem bald vergeh.
An dir geht noch kalbim entzwei,
du sitzt Aldi Kasa drei.

Wie soll ich mich ihr nähern, wie soll ich sie und unsere Kinder ernähren? Sicher werde ich mehr Platten von Roy Black ernten, denn: Du bist nicht allein, wenn du träumst von der Liebe.

Vorschlag für eine Endlösung



Genossen! Es muss mal einer sagen
und wagen wir nun den gerechten Schritt.
Ein Tritt in die Weichteilgegend der perfiden
Puppenspieler, wer wollte das ahnden?
Wir fahnden nach der Wahrheit, nur
Klarheit schenkt sich uns im Kampf,
senkt sich das Fallbeil auf die Nacken.
Ein knackender Laut
schallt, es heißt: haut feste drauf
und gut ist.

http://www.ruhrbarone.de/die-linke-duisb...e-zum-download/

Montag, April 18, 2011

Gedichtrichtfest



Hier stimmt das Handwerk noch,
Azubi, dann Geselle, Meister.
Die Tapete klebt am Kleister
und wo es hingehört, da ist das Loch.

Der Winkel steht, das Lot ist recht,
der Richtschmaus geht, dem Bauherrn
geht es schlecht. In echt,
von ganz fern weg kam die Materie.

Mörtel mürbe, bröselnder Beton,
Fenster schief wie der Balkon.
Finanziert vom Bankenlackel,
auf dem Dachfirst Wackeldackel.

Montag, April 11, 2011

Erschüttelt




Die Leute, die sich derbe wuschen,
die, die mit dem Verbe duschen,
glauben, dass die Badewanne
Schmerzen aus der Wade banne,
wenn sie nur recht hitzig wallten,
dass Pointen witzig hallten -

Doch halt! Halt deinen Schweller kühl,
es würde sonst im Keller schwül.
Denk an den Ast, an dem ein Leimring hing,
an welchem sich schon mancher Reimling fing.

Gut so



Kommt her, schaut hin, es ist vollbracht,
ich hab das Töpfchen voll gemacht.
Nun lobt mich schön, weil dieser Mist
ein ganz besondrer, meiner ist.

Ja, super, fein, zeig doch mal her,
ganz prima, Schatz. Kannst du noch mehr?

Ich zeig euch, wie mein Schlubbermann,
ein Gläschen Hipp umpullern kann.
Im Überschwang, im Stuhlkreis dann,
steck ich gebrauchte Pampers an.

Jawoll, High-Five, hör bloß nicht auf,
da kommt noch was. Wir warten drauf.