Freitag, Dezember 11, 2015

Tod und Todismus


Eigentlich ist der Tod ein prima Kerl, er kennt keine Unterschiede. Wie er schon in seinem vor undenkbaren Zeiten geoffenbarten Werk "Mir springt keiner von der Schippe" verlautbarte: "Ihr kommt alle dran". Mit keinem seiner Gefolgsleute gab es je Schwierigkeiten, Milliarden Tote modern friedlich unter uns.
Aber jetzt hat der Todismus sein Knochenhaupt erhoben, selbsternannte Sensemänner ziehen Menschen niedermähend durch die Lande und feiern sich  ab, behaupten, sein Werk zu vollenden, von ihm in seinen eigenen Worten dazu aufgerufen zu sein: "Sterben muss jeder". Viele lehnen solches Verhalten ab, da sie Bedenken haben, dass es ein schlechtes Licht auf den Tod werfen könnte, man müsse da differenzieren, man könne nicht alle Todgeweihten über einen Kamm scheren. Und doch, schon sinken die Grundstückspreise in Friedhofslagen und sogenannte Todkritiker ziehen durch die Straßen, hasserfüllt skandieren sie: "Wir sind die Lebenden"! Aber wem nutzt ein solches Gegeneinander? Doch nur den Leichenbeschauern, Bestattern und Friedhofswärtern.
Es wäre an der Zeit, zu mehr Gelassenheit und Sachlichkeit zurückzufinden, denn, wie schon unsere Staatsratsvorsitzende erklärte: "Der Tod gehört zu Deutschland".  

Donnerstag, Dezember 10, 2015

Geisterpolizei


Mach dir bloß nicht die Gedanken schmutzig,
wir kommen sonst, dein Dorf in Schutt und Asche zu legen
und schmieden die Wahrheit zurecht, bis sie passt
dir und den anderen gefällt es wohl,
euch zu verstellen und euch zu verdrehen
bis am Ende nichts herauskommt
als laute Luft werdet ihr enden,
wenn wir euch von euch für euch befrein
um dann selbst Tyrann zu sein.

Montag, Dezember 07, 2015

Kanzlerinnenraunen



"Wir müssen lernen, auch als die, die schon Jahrhunderte in Deutschland leben, dass Offenheit, dass Neugierde auf andere Kulturen uns doch nichts wegnimmt." Zitat von hier https://www.facebook.com/welt/videos/10153835032323115/?theater
Nun lebe ich erst einige Jahrzehnte in Deutschland, musste aber spontan an mein meistgehasstes Kinderlied aus der Kindergartenzeit meiner Tochter denken, das unsägliche:
 "Wir wollen aufstehn, aufeinander zugehn 
Voneinander lernen miteinander umzugehn 
Aufstehn, aufeinander zugehn 
Und uns nicht entfernen, wenn wir etwas nicht verstehn" von einem gewissen Sven Schuhmacher.
Befindet sich die Kanzlerin jetzt grenzdebil im Stuhlgangkreis und tanzt sich in andere Dimensionen, in denen Zank und Hader vergessen sind, sich alle an den Händchen nehmen und Heititei den Ringelrangelrosentanz performen?
Oder habe ich in der Zeitung überlesen, dass Außerirdische die Weltherrschaft, pardon, die Weltfrauschaft oder meinetwegen die WeltXschaft übernommen haben?
Wenn sie so neugierig auf fremde Kulturen ist, die sicher nicht so neugierig auf unsere Kultur sind, sondern sie erklärtermaßen vom Angesicht der Erde putzen möchten, mag sie doch gerne Völkerkunde studieren, Schwerpunkt "Teilnehmende Beobachtung." In Dahlem, das ist ja nicht so weit, gibt es ein schönes Völkerkundemuseum, da kann sie ihre Neugierde ausleben und lernen, was es heißt, wenn einander fremde Kulturen aufeinander zugehn.
Normalerweise gewinnt die skrupellosere.

Sonntag, November 29, 2015

Freibier




In der Kneipe "Zum freundlichen Gesicht"
gibt der Gastwirt einen aus und jeder bekommt,
was er braucht und Nachschlag. Da rollen die Fässer,
die Kellner kriegen müde Beine, kaum noch Luft.
Endlos strömen die Gäste herein,
der Laden füllt sich und wird immer voller,
toll ist die Stimmung, bis sie explodiert, da hebt sich das Dach
von der Hütte, ein Feuerwerk der Heiterkeit.
Am nächsten Morgen ersteht der Gastronom aus den Trümmern,
bucht die Verluste in die verbeulte Kasse
und macht munter weiter.

Montag, November 23, 2015

Terrorismusverhinderungsgesetz



Ad eins: Es ist in Zukunft untersagt,
sich zur falschen Zeit an falschen Orten aufzuhalten,
da Absatz zwei, Kapitel drei besagt,
sich nicht als Opfer zu verhalten,
denn viertens: Ohne Beute nie mehr Täter
und fünftens braucht es keine Sanitäter.
Genaueres dazu folgt als Verordnung später.

Legislativ ist jede Einzelheit bedacht,
judikativ ein jeder Einwand schon gemacht.
Exekutiv wird bei Verstößen in die Untersuchungshaft verbracht.

Freitag, November 20, 2015

Vorhersage



Wenn die Regierung keinen Plan hat zur Lösung der Flüchtlingskrise, wird es ein böses Ende nehmen.
Wenn sie jedoch einen Plan hat, wird es doppelt so schlimm kommen.

Donnerstag, November 19, 2015

Verschwörungsthese


Eigentlich ist Politik ganz einfach: Man muss nur sehen, was die Grünen, Antifa und die Linken fordern und gutheißen und schon findet man in der Gegenposition eine vernünftige Alternative. Refugees welcome, keiner ist illegal, no borders, Deutschland verrecke? Infantiler geht es kaum, da müsste man schon zur Sprache von Pampersträgern wechseln. Doch wem nutzt eine Politik der bedingslosen Kapitulation vor dieser Invasion, die Aufgabe rechtsstaatlicher Prinzipien, der beginnenden Vernichtung Deutschlands und Europas? Mit Hilfe der sich und uns entdeutschenden Unterwanderungsbewegung "Langer Marsch durch die Institutionen" schaffen sich die Saudis und Golfstaaten vorübergehend das Problem potentiell gefährlicher junger Männer vom Hals, die kein Erbe und kein Auskommen in Aussicht haben. Bevor die ihren reichen arabischen Onkels lästig fallen, exportiert man sie einfach. Das ist ein cleverer Schachzug: Das Land, das Hightech in alle Welt verschifft, importiert jetzt Not und Elend, moralisierend begründet und alternativlos. Man könnte sich fast schon fragen, wieviel die Araber dafür zahlen, privat, an die Entscheidungsträger bei uns und in Brüssel.
Aber natürlich wird diese Frage hier nicht gestellt, sie wäre a) rechtsextrem, b) rechts und c) reaktionär.

Freitag, November 06, 2015

Total plemplem


Die Irren haben beschlossen, sich mit den Deppen zu verbünden,
um die Meschuggenen auszurotten. Die jedoch,
nicht blöde, haben sich den Jecken angeschlossen,
die haben Verträge mit den Verrückten abgeschossen,
worauf die Depperten, die Narren, sich selbst noch
miteinander koalieren. Bald wird die Regierung verkünden:

Es soll noch beknacktes passieren im Land,
denn schließlich beherrschen wir Unverstand.

Montag, November 02, 2015

Vorwärts immer, rückwärts nimmer


In den Fabriken zerlegen sich Geräte gegenseitig
und auf den Straßen herrscht die Falschfahrt vor,
Beamte sind im Stempeln leerer Dokumente fleißig,
ja selbst dem Staat wächst für die Sorgen der Bevölkerung ein Ohr.

Am großen Rohr steht nun die Feuerwehr bereit,
sie sprüht zur rechten Zeit dahin, wo es nicht brennt
und die Entscheider finden endlich Zeit,
sich drum zu kümmern, warum das Kind nicht pennt.

Knietief im Schlamm steht die Bevölkerung und schippt,
doch schippt sie nicht so tief als wie ein Pflug,
am Rand des Grabens steht ein Geist in Stiefeln, wippt,

die Gänse halten ein in ihrem ostwärtsflug.
Mag sein, die Stimmung, das wär stimmig, kippt.
Es ist zu viel und nie ist es genug.

Dienstag, Oktober 27, 2015

Die Rettung ist nah!


Wenn man davon ausgeht, dass alles so weitergeht wie jetzt, wovon auszugehen ist, dann geht das alles nicht lange mehr so weiter. Und dann? Haben wir den Notstand und dafür haben wir die Notstandsgesetze und wenn die erst mal ausgepackt sind, lassen sich noch etliche Schüppen drauflegen. Da macht gerne jeder mit, schließlich herrscht Notstand. Und dann kriegen wir ein prächtiges, neues Ermächtigungsgesetz, das aber wahrscheinlich "Alternativlosigkeitsgesetz" heißen wird und alles mögliche möglich machen wird. Und alles andere unmöglich.
Dann könnte auch endlich wieder ungestört durchregiert werden, Querulanten würden in "gesicherten Heimstätten" einquartiert, die Straße wäre sauber und das Land sicher. Sicher müsste hier und da die Bundeswehr eingreifen, um unfreundliche Äußerungen einzuhegen, wäre die Polizei Tag und Nacht beschäftigt, Nörgler zur Ruhe zu bringen und hätten die Gerichte genug zu tun, um der moralisch gebotenen Willkommenskultur zu ihrem verfassungsmäßigen Recht zu verhelfen, aber wer wollte bei solch hehren Zielen nicht zielführend zur Seite stehen den Vertretern dieses Volkes? Selbst ein Ausbürgerungsgesetz wäre vorstellbar für die, die partout nicht mitmachen wollen bei der großen Transformation. Sibirien ist groß, doch auch die Sahara böte genug Platz.
Die Situation ist da, wie Adenauer zu sagen pflegte. Ergreifen wir sie am Schopf, wird die große Vorsitzende uns alle in eine goldene Morgenröte führen.

Freitag, Oktober 16, 2015

Merkelisierung



Wäre ich nicht Gegner von Verschwörungstheorien, würde ich jetzt eine erfinden, aber so eine richtig fette, mit dunklen Mächten im Hintergrund, deren Stimmen raunen: Ja, Angela, gehe hin und sage: Wir schaffen das. Und gleichzeitig geht in Israel eine individualisierte Intifada los mit zufälligen Opfern und Russland bombardiert und Obama can't. Aber, wie gesagt, keine Verschwörungstheorien, also: unser Land. Darf man eigentlich nicht mehr sagen, weil es diskriminiert in "Die" und "Wir" und das ist Adolf, also dieses Land geht vor die Hunde und wir gehen alle mit, wir und die auch.
Nun werden die ersten Stimmen laut, dass, wem es nicht passt, dieses Land verlassen möge. Wenn ich mir ansehe, mit wem ich es teile, hätte ich nicht übel Lust dazu, nur wohin? Länder mit vernünftigen Einwanderungsgesetzen, also die, die wenigstens eins haben, nehmen keine alternden Europäer ohne anständige Ausbildung oder Vermögen. Und in die Länder, die mich nehmen würden, möchte ich nicht. Also bleibe ich hier und rede mit Leuten, die sagen, dass sie sich nicht trauen zu sagen, was sie denken. Was denkt man davon?
Natürlich hat jeder das Recht beim gemeinsamen Eigentum, seine Kuh auf die Weide zu treiben, danach zu trachten, sein Glück und das der Familie zu mehren (Allmende). Aber auch da gibt es natürliche Grenzen: Überweidung, Benachteiligung anderer durch eigene Vorteilnahme. Übersteigt man jedoch Zäune und gelangt auf das Eigentum von anderen, sieht es anders aus. Und genau darum scheint es hier zu gehen: die Abschaffung der Eigenstaatlichkeit, des Eigentums, der eigenen Verfassung. Die Fürchtlinge haben Angst, im Casting für "Deutschland zeigt das freundlichste Gesicht" auszuscheiden. In der Jury sitzen Antifa, die Linke und die Kirchen und, naja, die anderen alle mit.
Jetzt jedenfalls beginnt die große Ausgrenzung, wer nun nicht mittut bei der Rettung der Welt, riskiert seine Freunde bei Facebook, vielleicht seinen Job. Die Meinung ist frei, solange sie meint, was gemeint ist. Krisen werden nicht gelöst, sie werden intensiviert. Verträge werden nicht eingehalten, sie werden ignoriert. Und derweil verlustiert sich das politische Establishment im Licht der eigenen Sonnengleichheit.
Es wird keine Rückführung der Flüchtlinge geben, Steuern und Sozialbeiträge werden immens steigen, es wird Krieg geben in den Innenstädten, in den Gemeinden, in den Familien. Dieses Land, also unser Land, wird wahrscheinlich untergehen und als etwas völlig anderes wiedererstehen.
Aber sollte man deswegen davon absehen, zu widerstehen? Ja/Nein/Vielleicht

Donnerstag, Oktober 15, 2015

Geh doch nach drüben


Mir reichts in diesem Land, ich wandre aus
nach Afrika. Dort ist bald Platz genug
und in Dschibuti find ich sicher einen Job
als Migrationsberater im öffentlichen Dienst.


Montag, Oktober 12, 2015

Planlosigkeit übererfüllt


Es wird morgen regnen und dann wird es nass.
Der Boden wird wohl etwas feuchter werden.
Wir schaffen das.

Wir tanzen im Regen, das macht Spaß,
sich endlich wieder ehrlich zu erden.
Es wird morgen regnen und dann wird man nass.

Und schüren die Gegner ihren Brass,
von denen gibt es noch größere Herden,
doch, auch ja, wir schaffen das.

Wer fragte denn heute nach einem Pass,
wo sich doch viele nach Werten verzehrten?
Es wird morgen regnen und dann wird es nass.

Jetzt kommt der Moment, aus dem Ärmel ein As -
wenn sich alle aus dem gleichen Trog ernährten -
aber ja, wir schaffen das.

Es summt der Tenor, es brummelt der Bass:
Frieden denen, die Grenzen querten.
Es wird wohl morgen ziemlich nass
aber wir schaffen auch das.

Mittwoch, Oktober 07, 2015

Geschichte wird gemacht



Natürlich haben wir alle freiwillig unterschrieben, wir haben in der Schule "1984" gelesen und "Schöne neue Welt", wir wissen, dass unter Zwang die Freiheit nicht gedeihen kann.
Der freie Wille trägt entscheidend zum Gedeihen der Gesellschaft bei, wer wollte sich da denn außerhalb stellen?

Zwang ist immer kontraproduktiv, er führt zu innerer Emigration und Widerstand, zu Sabotage. So kann eine große Transformation nicht gelingen, die Re-Organisation der Gesellschaft hin zur Perfektionierung der Abläufe, zu einer gedeihlichen Kultur des Miteinander. Aufeinander zugehn, voneinander lernen, darauf kommt es an. Wer da ausschert, beweist seine Unfähigkeit zur Einsicht in Notwendigkeiten. Im Konsens liegt die Kraft, störende Elemente gehören ausgegrenzt und eingehegt. Schließlich ist jeder ein Individuum, außer dem, das nicht mittut und versucht zu bremsen. Das aber wird den zwangsläufigen Lauf der Geschichte nicht aufhalten können, es wird überrollt werden und zermahlen zu dem Staub, in den es gehört.

Dienstag, Oktober 06, 2015

Berufsberatungsgespräch


Je nun, der Job als Jubelbürger ist nicht immer leicht, 
man muss schon mal die seine Meinung an die Leine legen.
Doch ist erstmal Inkompetetenz erreicht,
dann kann man sich und die Karriere pflegen.

Wer macht die Sache gut, der kann dann Oberjubelbürger werden,
doch da ist noch nicht Schluß auf der Karriereleiter:
Oberstjubelbürgerhundertschaftenleiter.
Doch nun Gemach, ab dieser Stufe heißt es, sich zu erden.

Denn die Befehle, die fortan erscheinen,
die fordern von denjenigen, die meinen,
dass sie noch einen Rest von Rückenmark besitzen,
sich diesen Rest behende auszuschwitzen.

Montag, Oktober 05, 2015

Wunderkinder an die Front


Wenn da kein Meer mehr ist, dann müssen wir eins schaffen
und eine Straße quer hindurch verlegen!
Los, Architekt, ans große Werk, wir können was bewegen!
Jetzt heißt es, Ärmel hoch und nicht bloß gaffen!

Jetzt werdet alle sportlich, reitet auf der höchsten Welle,
als ob das nicht von uns zu wuppen wäre!
Ein jeder finde sich jetzt ein an der ihm zugeteilten Stelle!
Ansonsten Degradierung und Verlust der Ehre!

Wer, wenn nicht wir, schafft denn die Quadratur des Kreises
und das perpetuelle Mobile!
Was nützte wohl der Enkelin des hochbetagten Greises
ein wenig Scheingeld mehr im Portemonnaie!

Und er so: Ne? Und sie so: Ne? Und es so: Ne?

Dienstag, September 29, 2015

Als Flüchtling



ohne Kompass unterwegs
im eigenen Kopf
stürme ich meine Grenzen
gestrandet an der Wand
steht das letzte Ziel
noch bevor der Morgen graut
vor mir.


Donnerstag, September 24, 2015

Wechseljahre


Der letzte Eisprung ist schon längst vorbei,
doch jetzt gerät die Henne in die Hitzewallung.
Sie legt ins Nest ein faules Ei
und feiert dies mit freundlicher Beschallung.


Dienstag, September 22, 2015

Verfügung



Die Listen werden stündlich aktualisiert,
wer jetzt nicht jubelt, der wird registriert
und das veraltete wird endlich remodernisiert.

Es ist zu viel und nie genug, was da passiert,
da ist es klüger, wenn man brav pariert
und mit den besten um die Wette applaudiert.

Wer sich denn jetzt noch immer echauffiert
bezüglich dessen, was er nicht kapiert,
der wird demnächst zu seinem Besten interniert.

Donnerstag, September 10, 2015

Aus den Nachrichten


An einer Ampel vor dem Reichstag kam es heute früh
zu fremdenfreundlichen Eingriffen.

Von der rechten auf die linke Seite der Straße
trug man - bei Rot! - eine Familie aus Wasistan.
Dann wurde sie überschüttet mit liebevollem Geld
aus weit geöffneten Brieftaschen
und mit den freundlichsten Spenden bedacht.

Spezialitäten von Weltniveau waren aufgetischt,
fröhlich umarmten die Massen
die willkommenengeheißenen, sie tanzten im Takt
des applaudierenden, bunt gewandeten Volkes.

Glänzenden Auges winkte die Staatsratsvorsitzende
dem Volke zu und skandierte:
Ich liebe euch alle!

Montag, September 07, 2015

Gerechtigkeitstherapie


Ich habe Gedanken gesprengt,
Gefühlen die Kehlen zerschnitten,
Ideen zu Tode gepeitscht.

Kriecht mir zu Füßen,
erbärmliche Ideologien,
in köchelndes Wasser geworfen
röchelt die Lüge

ihr gefälschtes Leben
aus der kopierten Seele
in ein benutztes Taschentuch.

Montag, August 31, 2015

Hilfreiche Handreichung


Die aktuelle Situation im Land hat zu zahlreichen Irritationen geführt.
Um die Situation zu klären, hat das Ministerium für innere Dialoge folgendes Papier veröffentlicht:

Fünf goldene Regeln für den Umgang mit Nazis

1) Wer Nazi ist, bestimmt die Antifa, die kennt sich damit aus.
2) Wenn ein Nazi eine Tatsachenbehauptung aufstellt, ist automatisch vom Gegenteil auszugehen. Dazu s. 1).
3) Wer nicht freiwillig an den "Nazifrei"-Aktionen in seiner Stadt teilnimmt, hat eine glaubwürdige Entschuldigung vorzulegen. Ansonsten s. 1).
4) Wer eine nicht hilfreiche, von der Alternativlosigkeit abweichende Meinung vertritt, s. 1).
5) Wer Nazis beköstigt, beherbergt, beschäftigt oder ihnen die Freiheit gewährt, sich zu äußern: s. 1).

Kein vernünftiger Mensch wird etwas gegen diese einfachen Regeln vorzubringen haben. Siehe dazu 1).

Sonntag, August 30, 2015

Gestorben am Frieden



Die Zeit läuft rückwärts ein
Wind weht aus den Köpfen
und eintüten was noch übrig blieb
von großen Tagen tönt man
ähnliches hat keiner je erlebt
und fühlt noch mal die guten Taten
mit deren Hilfe sich das Publikum erhöht
über die Geführten
hören vergangenes voraus. 

Freitag, August 28, 2015

Fairtreibung



Erzengelgleich schwingt er sein Flammenschwert,
ein Retter ohne Fehl und Tadel.
Jetzt gilt es, auszumisten,
hinfort mit Pöbel, Pack, Gesocks.
Die Grenze ist gezogen, wer sie überschreitet,
wird besenrein gekehrt ins Fegefeuer
von denen, die Dämonen erkennen,
weil sie selber keine sind.
Wer stets das rechte fühlt,
hat keine Denkverbote zu erwarten
und keine Gnade zu vergeben.