Freitag, März 25, 2005

Tapetenbetrug 7


Tapet7 Posted by Hello

Auch wenn ich froh war, der Hölle der Tapetengrube und den Irren entkommen zu sein, die an diesem unsäglichen Ort regierten, brauchte ich noch immer eine Tapete. Ich machte mich also auf den Weg zum nächsten Billigheimer, da die Fachgeschäfte mangels Kompetenz und Seriosität ausfielen. Schließlich kauften sie bei den gleichen Großhändlern. Schon von weitem fiel mir ein Ring uniformierter auf, der den Weg zum Haupteingang blockierte. "Kauft deutsche Tapeten", skandierte die Menge. Oh, diese Ahnungslosen! Sie wussten ja nicht, dass in den Fälscherwerkstätten dieser Welt es kein Problem war, eine Erfurt in echter zu produzieren als das Original. Selbst beim Menschen klappte das ja schon, so hatte sich letztens bei meinem Vaterlandschaftstest herausgestellt, dass in mir nicht ein Tropfen deutschen Blutes trieb.
Ich ließ mich also auf keine Diskussionen ein und stürmte den Laden. Ich hoffte, im Keller noch einige Rollen echter Tapete vorzufinden, wobei mir inzwischen das Muster egal war, Hauptsache, wir sprachen eine Sprache. Der wütende Mob, mir dicht auf den Fersen stetig sein "Kauft deutsche Tapeten" rufend, wurde von einer Herde flugfähiger Tapetenmöpse in die Flucht geschlagen und übel verbissen. Ich konnte mich gerade noch rechtzeitig in der Auslage verbergen.
Nächste Folge: Im Rausch der Tapete

Dienstag, März 22, 2005

Tapetenbetrug 6: Rettung


Tapet6 Posted by Hello

Tapetenbetrug 6
Rettung

Nachts kauerten wir Gefangene der Tapetengruben in feuchten Verschlägen,die mit abscheulichen Billigtapeten dekoriert waren.Trotzdem dachte ich manchmal, wie gut es uns noch ging im Vergleich zu den bedauernswerten, die auf den Mayonnaisefeldern gegen Hitze, ölige Dämpfe und die gefährliche Cholesterinfliege zu kämpfen hatten.Und das nur, damit der grausliche Despot Denmantau das Durchschnittsgewicht seiner Untertanen um 0,003 Prozent heben konnte. Die Weltengemeinschaft sah diesem Treiben tatenlos zu, seit sie festgestellt hatte, daß allein die Größe des Marktes eine Einstufung dieses Landes als unfrei nicht zuließ, rein zahlenmäßig, natürlich.
Einem uralten mandschurischen Brauch folgend, waren wir Gefangene dazu aufgerufen, Loblieder auf den Führer zu verfassen. Dem Autoren des jahresbesten Gedichts winkten Freiheit, 83 egal spezial mit doppelt keine Sauce bis zum Abwinken und bestickte chinesische Ehrengewänder aus Kunstseide, waschbar bis 40 Grad, aber nicht farbecht (s.a. eBay, puessen, "Bestickte chinesische Ehrengewänder", Startpreis 1 €, noch 3 Tage und keine Gebote).
Jedenfalls gewann mein Gedicht, Ich wurde freigelassen und mit einem Sonderflug nach Hause expediert. Offensichtlich bedeuteten die von mir eigentlich einem unserer heimischen Politstars (das Blasaufmännchen, dem immer schon in der ersten Kurve die Turnschuhe platzen), gewidmeten Zeilen in Mandarin etwas ganz anderes. Hier mein bescheidener Versuch:
Es weht der Wind
dich um die Ecke.
Es bläst dein Wind
mir ins Gesicht.
Es bläst der Wind
dich manche Strecke.
Doch im Gehirn
bläst er dir nicht.
Die Sonne scheint.
Auf deinen Wegen,
der Sterne Glanz
das Dunkel bricht.
Ein mancher meint,
du hast der Sonne Segen.
Nur in der Runkel
scheint sie nicht.

Tapetenbetrug 5: Gefangen in den Tapetenminen


Tapet5 Posted by Hello

Nach einer unsäglich unerträglichen Reise wurde ich aus meiner Tapete gewickelt und in die Tapetenminen von Beijing verbracht. Die Anlernzeit war extrem kurz.Zu bald sollte ich ein erstes Stück abliefern. Der mir zugeteilte Sklaventreiber bekundete sein Mißfallen auf deutliche Art.
Würde mir je die Flucht aus diesem hermetisch abgeschotteten Gulag gelingen?

Montag, März 21, 2005

Tapetenbetrug 4


Tapet4 Posted by Hello

Es war mir gelungen, mich auf der internationalen Tapetenbetrügermesse mit einem gefälschten Akkreditierungsausweis als Tapetenfälscher einzuschmuggeln. Leider hatte ich von den technischen Spezifikationen dieses Berufs überhaupt keine Ahnung, so daß ich gleich beim ersten Fachgespräch überführt wurde. Ich wurde in eine Tapete eingerollt und auf eine lange Reise geschickt. Was ich am Ende meiner Reise vorfand, ist eine andere Geschichte.

SuperRülfig gegen den Extremflachwichser


SR12 Posted by Hello

Eigentlich war SuperRülfig im Ruhestand. Das ständige Retten der Welt hatte ihm nichts als einen Bandscheibenvorfall und ein leeres Konto gebracht. Als er jedoch erfuhr, daß sein Erzfeind Extremflachwichser aus der Parallelwelt ausgebrochen war, in die er ihn in der vorletzten Folge (SuperRülfig schickt den Extremflachwichser in eine Parallelwelt, Band 10, beim Verlag vergriffen) verbannt hatte, blieb ihm natürlich nichts anderes übrig, als die Uniform wieder anzuziehen und einmal mehr sich auf den Weg zu machen, die Welt zu retten. Nach einem harten Kampf, der seinerseits überaus fair, von seinem Gegenspieler jedoch mit sämtlichen unlauteren Mitteln geführt worden war und in dessen Verlauf einige Hütten und unwiederbringliche Kulturdenkmäler zu Kollateralschäden geworden waren, sammelte er noch einmal alle Kräfte und konzentrierte sich auf den Ruf, der ihn von jenseits der Sterne erreicht hatte, damals am Anfang seiner Laufbahn als Superheld. "Einer von uns ist zuviel in dieser Stadt", zischte er in heiligem Zorn, ergriff seinen extrem glitschigen Superfeind, warf ihn auf den Rücken und verbannte ihn in eine Parallelwelt, in der Helmut Kohl immer Kanzler war, ist und bleiben wird. Danach legte er sein Kostüm für immer ab und sich aufs Sofa.

Traum1


Urlaub1 Posted by Hello

Ausschnitt aus einem im Februar 2005 in Deutschland weitverbreiteten Traum, in dem es um Sonne, Strand und Meer geht. Als wir uns im Sommer wiederträumten, hätten unsere aneinandergelegten Leiber bis zum Saturn und retour gereicht.

Freitag, März 18, 2005

Achtung2!


Muenz3 Posted by Hello

Gefährlicher Münzvirus in freier Wildbahn! An oder aus, Mann oder Maus? Irgendwo zwischen Mark und Euro. Befall führt zu Geiz, man gönnt sich selbst nicht mehr den Belag auf dem Brot. Fälle von Selbstberaubung sind aktenkundig. Finger weg von diesem Geld!

Achtung!


Muenz2 Posted by Hello

Aus meiner Münzsammlung ist ein besonders übellauniges Exemplar entwichen. Es ist in der Lage, in kurzer Zeit große Mengen Geldes (auch Scheine) zu infizieren. Die befallenen Zahlungsmittel verweigern den Dienst und sorgen mit ihrer ständigen Mieshaftigkeit dafür, daß man selber bald nichts mehr mit Geld zu tun haben will. s.a. "Mein Schatz", 3/13/2005

Ikonen 1


Korruptorrotgruen Posted by Hello

Macht korrumpiert.
Ohnmacht noch mehr.

Power corrupts.
Impotence even more.

Ikonen2


Korruptorschwarzgelb Posted by Hello

Ohnmacht korrumpiert.
Macht noch mehr.

Impotence corrupts.
Power even more.

Donnerstag, März 17, 2005

Kleine Freunde - Kleine Erziehung 23


KE23 Posted by Hello

Zur Erweiterung der gesellschaftlichen Kompetenz von Kindern empfiehlt die neuere Erziehungslehre die Zugesellung eines kleinen Freundes.
Der Umgang mit einem Tier macht Kinder intelligenter und sensibler, was sich später im Berufsleben in einer gesteigerten sozialen Anpassungsfähigkeit bemerkbar macht.
Besonders eignen sich Mastinos, Pitbulls und Tosa Inus.

Muendigkeit - Kleine Erziehung 22


KE22 Posted by Hello

Ein Hauptziel der Erziehung sieht die moderne Pädagogik in der Hinführung zur Mündigkeit. Wichtiges Mittel auf dem Weg zur Befähigung zur Selbstbestimmtheit ist Bestätigung.
Man sollte daher Kinder, besonders in der Öffentlichkeit, laut und deutlich herabsetzen und von ihren Fehlern und Unfähigkeiten berichten.

Mittwoch, März 16, 2005

Kleine Erziehung 24


KE24 Posted by Hello

Zusprache

Durch geduldige und beharrliche Zusprache erreicht man selbst bei Selbstbewußtesten Kindern in kurzer Zeit, daß sie vorne nicht mehr von hinten zu unterscheiden vermögen.

Vorsage


Free3 Posted by Hello



Freedom und democracy sorgen für einen coolen Start in die Wochenmitte.Das Ende der Geschichte erreichen wir ca zum Sonntag, wenn sich der letzte Despot winselnd ergibt.