Dienstag, Dezember 30, 2014

Den Gürtel schnallen



Sie spielt noch eine Runde Final Fantasy
auf ihrer Wii Konsole II.
Bald wird es Zeit, sie muss jetzt los,
die Arbeit wartet nicht, sie ist bereit,
steigt in den Bus und dann geht es zu Fuß.

Noch ist es dunkel, bald schon singen Vögel,
das Licht verläßt die Lampen.
Die Ersten gehen aus dem Haus,
versunken in Gedanken.

So wie die Felsen, Steine, Kiesel aus den Bergen
in die Täler rollen, reibt sie sich auf,
gibt sie sich ab. Tief unten aus dem Stollen
kommt das Kommando: Werde Löß
und detoniere jetzt.


Dienstag, Dezember 23, 2014

Wo man singt...


Die Idee, islamische Lieder zu singen bei Weihnachtsgottesdiensten, gefällt mir sehr. Ein schönes Lied wäre z.B. "Al mawt li Israil" (Den Tod für Israel).
Lässt sich leicht bei youtube finden, damit man schon mal üben kann. Können dann auch Antifaschisten und Antizionisten mitschmettern, von denen es ja einige geben soll und die kämen dann auch mal wieder in die Kirchen.Aber noch besser fände ich, den gesamten Gottesdienst durch eine Islamfeier zu ersetzen. Schließlich erklären uns die religiösen Führer schon lange, dass es ja nur einen Gott gibt. Dann kann man sich auch gleich dem strengsten unterwerfen, nur so für alle Fälle und für später. Und die Jungbärte, die jetzt bloß rumstehen, könnten etwas sinnvolles tun, z.B. in den nahen Osten reisen und dort dem IS beibringen, was der Islam wirklich ist.
Jesus würde das gefallen, schließlich soll man seine Feinde lieben.


Sonntag, Dezember 21, 2014

Weihnachten 2014


Der Salafist wünscht sich ein Massaker zum Fest der Liebe,
auf den totalen Endsieg hofft der Taliban.
Der keusche Pfaffe betet: Bitte keine Triebe.
Ein Prediger erfragt für seine Predigt frischen Haß.

Der Führertypus lechzt nach einem starken Staat,
dem Rabbi reichte das Erscheinen des Messias,
ein Vegetarier erbittet Sauce mit Salat
und auf des Buddhas leerer Liste steht: Nirwana.

Die Linke, dialektisch, fragt um keine Wahl,
der Autonome fordert permanent Krawalle
und Greenpeace möchte Rettung für den Wal.
Das Grüne giert es nach Vermehrung des Verbots.

Dem Weihnachtsmann ist alles das komplett egal,
sie kriegen Socken, Schlipse, Hemden, einen Schal.

Freitag, Dezember 12, 2014

Neue Ordnung



Am Rande der Gesellschaft lässt es sich behaglich leben,
wenn man ein paar Regeln strikt befolgt:
Sei immer ehrlich außerhalb der Paragraphenwerke,
besteh auf deinem Anspruch und dem Recht,
der Schwächere zu sein. Beklage deine Außenseiterposition,
denn du kannst nichts dafür und Schuld sind immer nur die anderen,
die von deiner Armut profitieren.
Sie werden dir auf ewig dankbar sein. 

Dienstag, Dezember 09, 2014

Shopping





Auf dem Basar wird wieder hart verhandelt,
aus weit entfernten Wüsteneien stammt ein feiner Sand.
Im Souk für Bücher gibts in großer Auswahl einen Band.
Hier nimmt man keine Scheine aus buntem Papier,
hier zahlt man noch mit Kupfer, Silber, Gold.

Nur vierzig Dirham, um Staub zu schlucken!
Ein leerer Krug kostet einen Dinar!
Kauft Teppiche, geknüpft aus Menschenhaar!
Frisch amputierte Hände und Füße und
sauber abgetrennte Köpfe!

Auf dem Basar wird wieder was geboten,
wer bietet mehr für eine Sklavin aus dem Zweistromland?
Aus Blut und Tränen destilliert man hier ein blumiges Deodorant.
Am Rand des Marktes hängen drei Gehenkte,
die werden noch zerteilt und an Bedürftige vergeben.

Mittwoch, November 19, 2014

Entweder Dschungel oder Wüste



Der Dachstuhl steht in Flammen,
im Herrenzimmer herrscht Gemütlichkeit.
Der Putz bricht Risse in die Wände
und man verschiebt die Aussicht
mit Gesten der Hand.

Das Glück der anderen im Fadenkreuz
behalten, da schaut man möglichst ganz genau
nicht hin
und jeder sagt: Na klar, muss sein, jedoch nicht hier.
Davon verstehe ich auch vieles
nicht.

Die Löcher in der Straße sind nach Promis benannt.
Im Euro-Shop ist Schlußverkauf,
für 50 Cent kopierte Witze aus Fernost.
Die Mehrheit ist zur Minderheit geworden,
zieht einen Vorteil aus dem Handicap,
kein Blatt im Kalendarium zu haben.
An jeder Ecke wächst ein neues Paradies.
Selbst wenn es echt ist, ist es falsch.

In einem Stellungsfrieden aufgerieben
zwischen Gülle und Jauche,
gesteht man freudige Verbrechen ein
an der Unmenschlichkeit.

Samstag, November 08, 2014

Lieberwicht



Er sucht für seine Lösung ein Problem,
er sucht und weiß, er wird es finden.
Er macht es sich gewisslich nicht bequem.

Denn es ist sicherlich nicht angenehm,
als einziger zu schauen unter Blinden.
Er sucht für seine Lösung ein Problem,

erstellt zunächst mal ein Modell aus Lehm,
den Zweiflern Zweifel zu entwinden.
Er macht es sich gewisslich nicht bequem.

Doch sind die Widerstände zu extrem,
so wandelt er gepeinigt unter Linden.
Er sucht für seine Lösung ein Problem,

verfasst ein konstruktives, kritisches Poem.
Jetzt muss der Nörgler doch verschwinden!
Er macht es sich gewisslich nicht bequem.

Wer nicht mit ihm marschierte, dem
wird er nun helfen, sich zu überwinden.
Er sucht für seine Lösung ein Problem.

Wem kann er jetzt noch trauen, wem?
Wie kann er seine Feinde ewig binden?
Er hat für seine Lösung ein Problem,
das wird für die gewisslich nicht bequem.

Dienstag, Oktober 21, 2014

D BundEbehörde für D richtige Schrifttum gibt bekannt


Der, die, das Esetze D, er, sie, es ein kurzE E,
Mann und Frau ist einfach A, keiner, keine, keines: K.
Ihm, ihr, ihm sei I hinfort, dem, der, dem ERM ein Hort.
Einer, eine, eines EI, den, der, den bezeichne 3.
Dann ist D GEchlechtEspuk vorbei. 

Samstag, Oktober 18, 2014

Mann mit 60


Noch gerade war man gut bestückt mit dunklen Haaren,
kein Zeh tat weh beim Autofahren und kein Problem beim Bücken
mit dem Rücken. Man lehnt sich voll Entzücken
zurück und denkt an das erlebte Glück.

Oder auch Pech, so ist das Leben einem widerfahren,
man ist nun sicher vor Problemen aus den jungen Jahren
und darf und kann sich Modeblödsinn sparen.
Was ist schlußendlich dran an dunklen Haaren?

Man würde, könnte, wäre, hätte,
Nullfettgespeist, Diätenzigarette,
kein Wein und immer früh ins Bett und so,
so wird man 100. Aber froh? 

Mittwoch, Oktober 15, 2014

Nichts ist gut im Urlaubsland


Sultan Erdogan schaut nicht nur zu, wie der IS die Kurden in Syrien metzelt, er trägt aktiv dazu bei. Warum auch nicht, schließlich ist nach seiner eigenen Aussage der Islam der Islam und und damit hat es sich. Von daher ist er in einer doppelten win/win Situation, der IS siegt, trägt den Krieg weiter gegen Assad und stoppt vor seiner Grenze oder die Kurden überleben knapp und er hat die Gelegenheit, sie zu vernichten.
Warum solch ein zynisches dem islamischen System folgendes Kalkül noch Teil sein sollte der Nato, entzieht sich kritischer Vernunft. Es sollte von hier eigentlich jede Unterstützung entzogen werden, die Flughäfen von Dalaman, Antalya usw müssten boykottiert werden. Kein Döner mehr, kein Einkauf beim türkischen Gemüsehändler, kein Raki, nirgends.
Keine Urlaubsreisen mehr in das Land der Lügner, die den Dreck ihrer imperialistischen Aggression unter den fliegenden Teppich kehren und davon träumen, nächstes Jahr in Jerusalem die Opfer zu schächten.
Gewürze und Zutaten für unsere multikulturellen Gerichte können wir besser aus Israel oder Indien beziehen und meine Gebetsteppiche knüpfe ich mir in Zukunft selber.

Montag, Oktober 13, 2014

Bürgerpflicht



Das scheint jetzt alles ziemlich kompliziert.
Was soll man tun, was soll man lassen?
Da schaut man etwas irritiert.

Man ist ja wirklich an der Sache intressiert
und fragt sich: wassn dassn?
Es scheint jetzt alles ziemlich kompliziert.

In Medien erscheint es komprimiert,
man könnte, wenn man wollte, hassen,
dann hätte man sich selber irritiert.

Was ist denn das, was grade so passiert?
Man weiß es nicht und würde lieber passen:
Das ist jetzt alles ziemlich kompliziert,

so dass man sich enthaltend generiert,
man will sich erst in Ruhe wieder fassen.
Man ist zu Recht massivest irritiert.

Doch keine Angst, wir werden informiert,
dann trinken wir Holundertee aus großen Tassen.
Zwar scheint das alles ziemlich kompliziert,
doch ruhig, Bürger, sei nicht irritiert.

Samstag, Oktober 11, 2014

Marsch


Man sollte mit den Isis-Kämpfern ernsthaft diskutieren,
so geht das doch in echt nicht weiter, irgendwie.
Man muss die nur mal richtig instruieren.

Man sollte erstmal seriös dokumentieren,
was trennt denn wirklich uns und die?
Man müsste mit den Isis-Kämpfern ernsthaft diskutieren.

Da kann schon mal so allerhand passieren,
die kriegten keine echte Chance, nie.
Man müsste die mal richtig instruieren.

Bedauerlich, wenn tausende krepieren,
doch wer ist schuld daran: wir oder sie?
Man sollte mit den Isis-Kämpfern ernsthaft diskutieren.

Da hilft euch kein Insinuieren,
stark stehen wir entgegen jeglicher Phobie.
Und lassen uns mal richtig instruieren.

Wenn dann die Massen auf dem Friedenspfad marschieren,
(es gibt auch Pausen mit Bionade und veganem Brie),
dann könnten wir mit Isis-Kämpfern ernsthaft diskutieren
und uns auf Augenhöhe instruieren.

Freitag, Oktober 10, 2014

Kriegstheater



Wir hatten weit vorne reserviert,
wo die Action in Echtzeit explodiert,
wir konnten auf Dauer Frieden schließen.
Es hörte nur keiner zuerst auf zu schießen.

Das Böse ist gut und das Gute ist bös
und dazwischen wird es relativinös.
Wer ist schließlich böse und wer schließlich gut?
Das Ganze passt prima unter den Hut

der Friedenslichter, Friedenstifter,
Kerzenkettenanzünddichter.
Der Nebel lichtet sich über dem Feld,
das Publikum lebt und tot ist der Held.

Mittwoch, Oktober 01, 2014

Dschihadi


Als erstes führt der Weg dich zum Muslimausstatter,
da kommt ein Turban drauf und dann ein Vollbart dran
und ein schwarzweißgestreiftes Nachthemd,
auf dass man dich erkennen kann.
Denn du bist nicht so einer wie dein alter Vatter.

Dann wirfst du um dich mit geschwärzten Tüchern,
verschleierst alles, denn das steht in Büchern,
72 Trauben oder Frauen,
sie auszulutschen oder zu verhauen.
Du wirst das Paradies gewisslich schauen.

Dann gehst du kämpfen gegen die, die nicht das glauben,
woran du glaubst und dir den Glauben rauben
wollen. Aber das können die nicht,
weil nach der Mittagspause
nimmst du noch was zum Töten mit nach Hause.

Montag, September 22, 2014

Geister


Die Außenhaut in Stücke gerissen,
schmeißt alles auf den Müll.
Die Irren prügeln sich mit den Bekloppten
wer recht hat
darf die Blumen entwurzeln
in den Kinderparadiesen,
in den andren Paradiesen
herrscht die Furcht
vor
den Karawanen, die weiter ziehn.

Wir sorgen uns solange um das Klima.

Donnerstag, September 18, 2014

Alternativlos


Gefesselt und geknebelt sitzt der Souverän
auf seinem Thrönchen,
trägt auf dem Haupt ein Lorbeerblatt zum Krönchen.
Die Mehrheit ist zur Minderheit mutiert.
So was passiert.
Man hat den Wähler lausig programmiert.
Bleibt ihm zum Wählen keine Wahl,
so wählt er die in großer Zahl.
Man wurde früher schon mal durchregiert.

Nun folgt vom Staatsbüro die Direktive:
Keine Alternative!

Montag, September 15, 2014

Auf dem richtigen Weg


Da pfeift man auf Erfolg und Geld, Karriere,
setzt auf Berufung, Wahrheit, Ehre,
ist rechtgeleitet Teil der Heere
die auf dem Weg zum Paradies die Fähre
zahlen mit dem Leben.
Als wäre eben nichts so wichtig als die Welt vor sich zu retten.
Man meint, man holt die einen aus den, legt die anderen in Ketten,
denn man ist jung und hat vor nichts Manschetten.
Und wenn es dann vorbei ist, dann schaut man verbiestert:
Man hat wohl nicht genug geriestert.

Montag, September 01, 2014

Challenge



Die I.S.-Challenge-Welle schwappt durchs Internet.
Hier heißts: Trenn dich von deiner Rübe,
konvertiere oder zahl dich dumm und dämlich.
Sonst kommen die Kollegen nämlich
und dann ist deine Zukunft eher trübe.
Jetzt bist DU nominiert, da hilft auch kein Verstecken unterm Bett.

Donnerstag, August 21, 2014

So ginge es doch auch



Was sollen Waffen in Krisengebieten?
Sie würden nur weitere Krisen schaffen.
Doch schafften wir Waffen in Friedensgebiete,
zum Beispiel Kanonen nach Helgoland,
Flugabwehrgeschütze zum Isarstrand,
belegten Kartuschen mit Dosenpfand,
errichteten einen Friedensinfostand,
der mit den überzeugendsten Argumenten
die vom Krieg überzeugtesten Kontrahenten
dazu brächte, dass man vom Kriege abließ-
wie schön wäre dies.

Montag, August 18, 2014

Kalischismus


Sie schaffen Nichts aus dem,
was mal gewesen ist
von geringem Interesse
geht ein großes Übel aus
und um den Kopf ein Banner ruft
zu maximalem Streit
für ab die Rübe
zum Besten des Volkes
hängt ein Schwert bereit.

Montag, August 11, 2014

Freie Forschung


Ein Kasperle mit Doktorgrad
seziert die Welt auf seine Art.
Vorher weiß er, was folgen muss,
so ist der Weisheit erster Schluss:
Der Mensch ist nichts,
Natur ist alles. Da hilft im Falle
eines Falles: alles verbieten
was die Termiten oder die Föhren
in ihrem Laufe etwa stören,
Blümchen, Läuschen, Wolf und Wanze
behindern könnte im ewigen Tanze,
garniert das Ergebnis von seinem Bemühen
mit Photos von explodierenden Kühen,
Viren, die ins Leere stieren
und dokumentiert in endlosen Serien
brutale Massaker an armen Bakterien.

Zusammengefasst gelangt er ans Ende:
Das Beste wäre, die Menschheit verschwände.
Zu ihrem eigenen Schutz.

Freitag, August 08, 2014

Infanten


Wir klatschen in die Händchen
und rufen eins-zwei-drei,
dann ist in unsrem Ländchen
der Friede ei-tei-tei.

Wir drehen uns im Kreise
um uns und munter immer rum,
gewinnen Friedenspreise,
denn Krieg und Streit sind dumm.

Und wenn sich wer verteidigt,
da unten aus dem Saal,
dem stopfen wir die Schnauze.
Sein Schicksal ist egal.

Mittwoch, August 06, 2014

Das Schöne am Islam


ist seine Zuverlässigkeit.
Wird ein Schiit Kalif
so ist die Sunna gleich bereit
zu Mord und Streit.
Und dito, falls es anders lief.
Da hat die Umma ein Problem im Exegesen:
Ein Buch. Doch kann man es von beiden Seiten lesen.

Goldene Männer


Wir tragen eine Uniform
aus toten Kindern und Frauen
und wer ist Schuld daran?
Alle außer uns, na klar.
Wenn man uns zwingt zu Verbrechen
an der Menschlichkeit des Systems,
versagen wir nicht den Gehorsam
gegenüber unserem Führer
im Bunker.
So lasst sie tanzen, taumeln
in ein Gräberfeld aus heißen Lüften,
sie opfern wir für uns
steht die Zukunft golden im Himmel.