Donnerstag, September 26, 2013

# Kitaaufruhr


Im Wunderwichtelkindergarten brennt der Wind,
der Rat der Zwerge hat den Erziehern die Erziehung entzogen.
Die Krabbelgruppe Antifanten
schnappt sich den als rechts bekannten
Prince-Kevin zur Orientierung im Sandkastenlager.
Der kleine Ali will sich nicht mehr gendern lassen,
die Eisbärengruppe schmeißt die getöpferten Tassen
mit der Hand voll vor die Wand.

Um das Land bunt aufzufrischen,
tun sie alle Farben mischen.
Voller Eifer mischt Heinz-Klaus,
leider kommt nur braun heraus.
Viola-Wilhelmina findet Möhreneintopf ungewöhnlich
und brutal. Das Vatermutteropfer-Spielergebnis ist final.
"Hinfort", schreit Fatima-Aysche, "kreische ich jedes Wort
in Esperanto. Wir kommen doch alle von dort."


Mittwoch, September 18, 2013

Neue Drogen braucht das Land


Was raucht dieser Steinbrück?
Das Zeug will ich haben
und Brüderle, komm tank mit mir,
Bussy-Riot-Nervenbier.
Dann bin ich schmerzensfrei wie Westerwelle,
dessen Pillen ich bestelle.
Und das Zauberpulver Angela
macht mir wie Gregors Stoff die Birne klar.
Kann saufen wie ein Wagenknecht
und fix mir Trittin, rein und echt.
Was hält die Claudia parat,
ein Sonne, Mond und Sterne-Präparat?

Alles in den Mixer geben,
mixen, reinziehn, besser leben.
Die Rechnung zahle ich dann spater,
beim Vater aller Kater.


Freitag, September 06, 2013

Spätsommer 2013


Seit Wochen in Sandalen, kurzen Hosen,
braungebrannt, obwohl man niemals in die Sonne geht.
Die Sterne stehen richtig, ein Leben ohne Uhr.
Zart hingetupfte Federwölkchen huschen
am Himmel dahin. Die Scheunen sind gefüllt,
die Bäume hängen voller Obst wie lange nicht.
Man macht sich abends fein für einen Bummel 
durch die Stadt. Die Welt scheint bereit
für den nächsten großen Krieg.


Montag, August 26, 2013

Radikaler Chic


Hätten doch diese wehrhaften wahrhaftigen Antifaschisten, die man heute immer häufiger 
sieht, damals schon gelebt, uns wäre viel erspart geblieben. Die Braunhemden hätten sich
totgelacht. Da nun aber nicht mehr genügend von diesen übrig geblieben sind, holt sich der
Linksautonome den Feind, wo er dessen habhaft werden kann, auf der Straße, bei 
Versammlungen, die er nicht genehmigt hat, im Einfamilienhäuschen, wo der Schoss noch
fruchtbar ist. Da ohnehin alles rechts von der "die linke" Nazi ist, ist Widerstand 
Pflicht und jedes Mittel recht. Wer sich dagegen verwahrt, beweist dadurch seine Schuld, 
ansonsten würde er ja mitmachen bei der Zerschlagung faschistischer Strukturen und braunem
Gedankengut keinen Fußbreit gewähren.
Wo aber kommt es her, unser Bollwerk gegen die Tyrannei? Sicherlich aus gutem Hause,
mindestens Abi, kritisch, aufgeklärt und derart wütend auf die Hand, die es füttert, dass 
es beißt. Immer auf der Suche nach Unterdrückten, denen geholfen werden muss, ob sie
wollen oder nicht. Bedrohung lauert überall und so schafft man sich ein globales 
Betätigungsfeld, in dem die Probleme nie alle werden. Da es selten möglich ist, mit dem 
Objekt der Unterstützung zu kommunizieren (wer kann schon Rumänisch?), liegt die
Deutungshoheit bei den Kommandos der Linksautonomie. Auf der anderen Seite schützt man
sich durch diese Verständigungslosigkeit auch davor, wahrzunehmen, welchen Strukturen man
so hilft. Dass man, wenn man mit der Hamas ins Bett geht, neben Adolf aufwacht, ist ein 
Nebenwiderspruch, der sich nach der großen Befreiung vom Imperialismus erledigt haben wird.
Auffällig ist auch ein unbedingter Stilwille, einheitliche schwarze Kleidung, der Hang zu eingängigen Parolen und ausdauerndem krawallieren. So bleibt das Leben auf dem Abenteuerspielplatz spannend und wenn die Gesellschaft das Abenteuer verbietet, bleibt als
letztes Abenteuer die Zerstörung derselben. Radikaler Chic ist der Leitfaden, dem sich 
jede Handlung und Äußerung unterzuordnen hat, woraus eine eigene Sprache und Gedankenwelt entsteht, der Außenstehende nicht mehr folgen können. Sympathisanten (der legale Arm der Bewegung) greifen dann solche Konstrukte auf und entmündigen die Bevölkerung mit immer abstruseren Gendereien, Forderungen nach Toleranz für unakzeptable Verhaltensweisen und einem allgemeinen Begriffstohuwabohu, dass es im Bewusstsein klingelt. Dass Sinti und Roma stehlen, ist ein antiziganes Vorurteil und außerdem ist die Gesellschaft daran schuld.
Darum also und weil kein Mensch illegal ist, muss man sich der eigenen Geschichte entfremden und das Fremde als das eigentlich Eigene annehmen und den Entrechteten und Erniedrigten dabei helfen, ihre Rechte auf mehr Ansprüche durchzusetzen. Dass dabei eventuell etwas mehr als das Tafelgeschirr zerschlagen wird, ist eine notwendige, aber keineswegs bedauerliche Entwicklung.





Samstag, August 24, 2013

Kaputt


Ich schmeiß das weg 
- obwohl -,
es könnte noch mal funktionieren,
wenn man die Schräubchen hierhin
und das Knöpfchen dahin dreht,
dann ginge es wieder, das Gerät,
vielleicht ist auch ein Update nötig,
ein Upgrade oder eine
komplette Neuinstallation!

Gestörte Maschine,
warum klappt in den Filmen immer alles
in Millisekunden?
Vielleicht sind manche Kunden
bessere Kunden als andere Kunden
oder aber dies ist ein Komplott,
mich aufzuhalten bei der Aufdeckung
der ganzen Geschichte in Echtzeit und 3D.



Montag, August 19, 2013

Vor der Wahl ist nach der Wahl


Die Regierung hat gestern beschlossen:
Nachhaltig ist die Erhöhung der Preise alternativlos.
Sonne und Wind haben die Rechnung geschickt.

Der Beschluss wurde gehörig begossen.
Die Opposition ist völlig geknickt,
wie kommt sie jetzt ans große Moos?

Was tun! sagt Mutti in Zeiten der Krise:
Gibts keine Wahl, dann wähle du diese.


Postkarte aus dem Sommerurlaub (Zur Vergrößerung anklicken)


Dienstag, Juni 18, 2013

Informierte Kaufentscheidung


Ich möchte gern erfahren, wer meine Unterhosen produziert.
Wenn der ein Arschloch ist, dann will ich die nicht haben.
Wenn wer im falschen Geiste Würstchen generiert,
an dessen Leckerbissen darf ich mich nicht laben.

Für eine informierte Kaufentscheidung muss ich wissen:
Wer hats gemacht? Mit wem und wann teilt die ihr Kissen,
geht das mit meinem hoch entwickelten Bewußtsein noch konform,
und liegen die Vertriebs- und die verhaltensmuster in der Norm?

Ein jedes Ding braucht ab sofort ein umfangreiches Dokument,
das bis ins Kleinste das gemeinste Teil genau belegt
und jeden Hinz und Kunz und deren Ahnen namentlich benennt,
bevor sich nur ein Cent aus meinem Portmonne bewegt.


Samstag, Juni 15, 2013

Masmen


Heute haben wir endlich den ersten Schritt getan, unsere innere Blockade aufgehoben, den Feind attackiert. Wir haben uns die Säcke rasiert und sind mit blanken Eiern aufgelaufen vor Angela. Mutti war nicht amüsiert, aber wir haben unseren Punkt rübergebracht: Finger weg! Sonst Schnabeltasse!
Mit Rum beckleckert ritten wir heim.



Donnerstag, Juni 13, 2013

Die armen...



Sie müssen durch die Ringe springen,
die sie sich gegenseitig durch die Nase ziehen,
Sympathien heucheln für die Teufel,
die aus Glauben Wissen saugen
und täglich ändert sich das eherne Gesetz,
dieser Welt ihre Rettung zu opfern.

Ihr Geld ist falsch auch wenn es echt ist,
zahlt nicht den Schlamm, durch den sie waten lassen.
Verbrechen gegen die Unmenschlichkeit
bekämpft eine Welterrettungsmaschinerie,
die gut geölt geschmiert verläuft
im Sand ihrer Uhren.


Montag, Mai 27, 2013

Irgendwann kommt immer irgendeine Katastrophe



Globale Erwärmung? Mein Arsch ist gefrostet,
muss heizen im Juli, wo Heizen doch kostet.
Dazu wird ständig alles verteuert,
weil Brüssel das Furzen der Kühe besteuert.

Pandora macht die Büchse auf,
Kassandra kommt im Dauerlauf
und schwört: Ihr Leute, es wird heiß
(vor 40 Jahren sprach sie von Eis=
zeit und dass wir alle erfrieren).
Und woran sollen wir morgen krepieren?

Wenn Forscher um die Erde jetten,
mit Steuergeldern das Klima zu retten
und sich mit Grünen überbieten
im Regulieren und Verbieten,
dann denkt man sich: Für mich keine Frage,
ich fahre jetzt SUV mit Klimaanlage.

Montag, Mai 20, 2013

Grillwahn




Hört der Winter auf zu chillen
wächst in uns der Wunsch zu grillen.
Brutzeln, schmurgeln, barbequen,
lasst es uns nur endlich tuen!

Soll die Bratwurst knusper werden
braucht es Trockenheit auf Erden
und um diese zu beschwören
soll uns ein Besteck gehören:
Gabel, Spatel, Wendezange.
Bald schon raucht es, keine Bange.

Sonntag, April 28, 2013

Totart


Schon ab dem ersten Bild kriegt man genug,
da werkt sich ein Beamter ab.
Mit etwas Pech kommt noch was Grünes untern Pflug,
ein Freund des Volkes fährt ins frühe Grab.

Dann kommt viel Telephon ins Bild,
man trinkt Kaffee voll schlechter Laune.
Die Quotenkommissarin surft wie wild,
die Täter und die Opfer sind recht häufig Braune.

Danach folgt noch ein wenig Tütata,
als ob etwaig was in real life passiert,
gesellschaftkritisch Trallala,
verdauungsfördernd vorpüriert.



Sonntag, April 07, 2013

Das Blaubandministerium zur Frühlingsfrage


An diesem Punkt können wir alle nur noch eines tun
uns kasteien und beten,
dass die sensiblen Winterlinge, die Margareten,
nicht rettungslos verloren in der Erde ruhn.

So künden wir den Winden aus Osten und Norden,
indem wir nackig um die Osterfeuer tanzen:
wir werden euch mit Flammenwerfern ermorden
und dann zertreten wir wie Wanzen

die Schranzen des Winters, den Schnee,
die gräulichen Graupelschauer.
Dem Eis und der Kälte, den schwören wir weh,
ab jetzt herrscht hier Frühling auf Dauer.

Dienstag, März 26, 2013

Die Natur hat immer Recht


Das Konzept ist die Skizze des Entwurfs
zur Veränderung durch Transformation.
Und wenn die Bösen uns zwingen,
böses zu tun, um die Bösen zum Guten zu zwingen,
so bleiben wir sauber. Wir kennen das schon.

Natur befiehl, wir folgen dir
und müssen Millionen verrecken,
so steht die Avantgarde treu und fest
und keiner rettet den Planeten mehr als wir.

Wir glauben. Tut ihr Buße,
auch wenn alles in Scherben fällt.
Vernünftiges Verbieten heilt
Deutschland und die Welt.

Sonntag, März 17, 2013

An der Ich-Grenze


Wir fallen in Liebe vor dem Leben
auf die Nase und tätowieren uns
die Eingeweide wund,
wir glauben nicht mal mehr an nichts
was ihr nicht hören wollt,
so müssen wir aus Lügen Waffen schmieden
gegen uns. Da hilft nichts aus,
es eint der Hass auf das,
was uns verbindet.
Gib deine Hoffnungslosigkeit nicht auf.

Montag, März 04, 2013

Neuer Lebensmittelskandal






Seepferdchen auf der Thunfischpizza und Wellensittiche im Hähnchengulasch.

Verrentungsliedchen





Wie schön, dass du uns jetzt verlässt,
du warst für uns die reinste Pest.
Wie schön, dass ab jetzt Ruhe ist,
du wirst von niemandem vermisst.

Im Märzen





Im Märzen der Bauer verliert den Verstand.
Er setzt seine Scheunen und Ställe in Brand.
Vergiftet die Böden, ermordet das Vieh.
Die Knete aus Brüssel erreichte ihn nie.

Im Juli der Bauer reißt ab seinen Hof.
Er findet es jetzt auf dem Lande zu doof.
Belädt seinen Karren und zieht in die Sadt.
Der Duft seiner Scholle macht ihn nicht mehr satt.

Oktoberns der Bauer im Ethnogewand,
verkauft "Frisch vom Felde" Gemüse am Stand.
Das schickt ihm aus Holland sein einziger Sohn.
Die Arbeit ist schwer, doch leicht ist sein Lohn.

Im Mai hat der Bauer genug Kapital.
Was andere können, kann er allemal.
Er öffnet in Warschau - die Lage ist schick -
die einhundertfünfzigste Smartphoneboutique.

Im Märzen der Bauer zieht wieder aufs Land.
Er jobbt jetzt als Kellner im Schnellrestaurant.
Isst Pizza und Döner, trinkt Cola dazu
und fühlt sich willkommen in seiner EU.

Samstag, Februar 16, 2013

F 313






Den genialen Ingenieuren der glorreichen islamischen Republik Iran ist es mit Gottes
Gnade gelungen, ein das Land unbesiegbar machendes Kampfflugzeug zu
entwickeln, welches die weitere friedliche Entwicklung dieser Nation garantiert und
sämtliche zionistischen und imperialistischen Feinde bereits jetzt in Angst und
Schrecken versetzt. Zur Rundumverteidigung fähig (man weiß ja nie, wo der Feind
gerade sich befindet), steht dieses Meisterstück der Waffenkunst bereits auf den
Einkaufslisten vieler freiheitsliebender Länder wie z.B. Venezuela und Nordkorea.
So fliege uns voran auf dem Weg zu Frieden und Gerechtigkeit, F 313.

Austreibung aus den diversen Paradiesen





Da hat die Jugend, die man immer fördert,
doch nicht fordert, der stetig Halt gegeben wird,
der keiner Einhalt gebietet, ein Problem
mit der Freiheit zu versagen.
Noch nicht mal zum Penner hast du es geschafft,
ging es dir wohl nicht zu gut genug?

Du trügest gerne die Last der anderen auf deinen Schultern,
doch keiner dieser Geizigen gibt etwas ab.
So schafft man sich halt seine eigene Not,
sie zu verschwenden und mit Eifer und Mühe
eine blühende Hölle aus dem Leben zu machen.

Sonntag, Februar 03, 2013

Klezmer 2.0







Wenn Rabbi Augstein aufspielt, wird es heiter,
der Fidelbogen ist mit Schläfenlocken straff bespannt.
Hier hat seit über 60 Jahren keine Synagoge mehr gebrannt.
Wir stehn im Zweifel links konträr zu Nazis undsoweiter
und Israel hat sich ins Verderben selbst verrannt.

Refrain: Ey Alter, hast du etwa eine Kippa unterm Käppi
und trägst das Siegel Salomos auf deiner Brust?
Du weißt, das macht so manchen gar nicht happy
und dich, so wie du auftrittst, zu verteidigen,
hat die Kommune keine Lust.

Wenn Rabbi Augstein aufdreht, wird es heftig,
er ist entdeutscht und auch kein weißer Mann.
Er sagt, was ist, was muss, er sagt es deftig,
jetzt ist die Front, die keine Schuld trägt, dran.
Ihm reicht, bewusst zu unterstellen dann und wann.

Refrain: Ey Alter, hast du etwa eine Kippa unterm Käppi
und trägst das Siegel Salomos auf deiner Brust?
Du weißt, das macht so manchen gar nicht happy
und dich, so wie du auftrittst, zu verteidigen,
hat die Kommune keine Lust.

Der Rabbi Augstein spielt nur einen einzigen Akkord
(und seine Spießgesellen machen schwer auf dicke Hose)
wär erst der Zionist aus Zion endlich fort,
verschwände schon von selbst die Judenchose
und Palästina wär ein Land. Nicht nur ein leeres Wort.

Refrain: Ey Alter, hast du etwa eine Kippa unterm Käppi
und trägst das Siegel Salomos auf deiner Brust?
Du weißt, das macht so manchen gar nicht happy
und dich, so wie du auftrittst, zu verteidigen,
hat die Kommune keine Lust.

Donnerstag, Januar 24, 2013

Braune Tonne


Er springt aus dem Gestrüpp und drückt
mir einen Strauß verwelkter Nesseln ins Gesicht.
Nimm dies, riech hin, so schnupper doch daran,
ein himmelgleicher Duft, den niemand mehr verbessern kann.
Wer wäre ich zu sagen, solches sei verrückt?
Wer ginge denn mit solcher Leidenschaft so strenge ins Gericht?
Ich nehme voller Demut, bescheiden, das Gebinde
und schaue, ob ich nicht im Kompost noch Verwendung dafür finde.