Sonntag, Oktober 30, 2011

Wie alles so kam



Bei uns zuhause war alles ganz anders. Der Vater homoerotisch nekrophil, seine Veranlagung stank gelegentlich zum Himmel, besonders in der warmen Jahreszeit, wenn wir die Fenster nicht öffnen durften, da Omis Religion dies verbat.
Mutter war strikt koprophil, da kannte sie nichts, das Essen schmeckte stets danach. Meerschweinchengeschnetzeltes in Eigenkot ist nicht jedermanns Sache. Wir hielten mit Weihrauch dagegen.
Mein jüngerer Bruder war mit vier Jahren militanter Päderast: was aus der Windel rauswächst, taugt zu nix. Er ertrank beim Versuch, Neugeborene beim Babyschwimmen zu pimpern.
Am erfolgreichsten trieb es meine ältere Schwester, die mehrere Kinder mit Stieren, Hengsten und Widdern zeugte. Sie ist eine erfolgreiche Landfrau.
Ich habe mich auf den Verkehr mit Gegenständen spezialisiert, kein Briefkasten, Astloch, Fuchsbau, keine sonstwie geartete Höhlung ist vor mir sicher und ja, ich sage es stolz, ich wusel und wimmel an allen Dingen.
Nach den auf das Mittagessen obligatorisch erfolgenden Schlägereien pflegten wir uns Blut, Eiter und Rotz abzulecken in dem Bewusstsein, dass eine Familie zusammenfließt in den Körpersäften.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen