Mittwoch, November 26, 2008

Unverstand



Jede Äußerung kann gefährlich sein, Gegenrede hervorrufen oder, schlimmer noch, Zustimmung und dann ist nicht klar, wie die Folgehandlungen bewertet werden. Also zurück zum Anfang, zur Frage, wie etwas aufgenommen wird, was es bewirkt im Gegenüber und dann, in der Wechselwirkung, im Inneren. Ich enthalte mich lieber jeder Rede, dachte er bei sich, wenn ich spreche, lausche ich nur den anderen, wie sie mir sagen, was ich wäre, hörten sie von mir, was sie erwarten. Redegefahr, denken kann gar nichts, ich höre lieber nicht auf die Stimmen, die zu mir sprächen, wenn ich meine Ideen entwickelte. Gesprächsalarm, ich könnte verlieren in der Annäherung. Lieber direkt sein und nicht die Rückmeldungen abwarten im voraus ist auf keinen Gewinn zu hoffen. Sammeln und Vorsicht walten lassen im Dickicht aus Worten, die Bilder übermalen mit Deckweiß, nichts sollte mehr durchscheinen. Was denkt die Welt, ist das peinlich, ist die Wahrheit verletzlich? Wenn man nur wüßte, dachte er, wie durchzudringen auf die andere Seite, wo nicht das Verstehen zum Denken führt und das Ich immer nur Innen steht. Besser schweigen, den Geräuschen entfliehen und ist das lustig?

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