Dienstag, März 20, 2007

Melancholie




Ich hab geträumt, du wärest wieder ganz in Ordnung
und nähmest an Gewicht so wie an Lebensfreude zu.
Es hätten Falten sich zu Emotion geworfen bei deiner Suche
nach dem Standpunkt oberhalb der Nebelfelder
konntest du deinen Kopf gerade noch retten
sie sich vor der Zwangsarbeit
in den Beziehungsgruben
graben Elende seit Jahren
suchen sie den Ausgang
und Eingang sind verschüttet
warst du lange Zeit
hab ich geträumt, du hättest dich
befreit vom Spuk, der auf dir lag und all dem Schutt
kaputter Worte, hättest Jahre unscharf gelebt,
bereit, jetzt wieder deinen Kopf zu heben, knapp
oberhalb der Grenze zwischen Fallen und gefallen lassen
muss ich mir das wohl im Traum.

Montag, März 19, 2007

Dienstag, März 13, 2007

Schmetterlinge im Bauch Google 284001




Wenn sich verlieben,
kostenlos anmelden und Chance nutzen:
das Herz hüpft, die Knie sind weich
wie Pudding: aktivieren Sie bitte Javscript in Ihrem
kleinen Goldfisch!
Erinnern Sie sich die Zeit zurück,
der magische Moment - Folge 120 ...
verliert weiter die Rezepte der Liebe.
Exotische Fruchtsuppe aus
Schmetterlinge im Bauch
enthält unter anderem
die richtige Atmosphäre.
Ob frisch oder angestaubt,
spürt auch nach Jahren
immer noch eine feste Beziehung
versüßen den Frühling.
Du weißt nicht genau,
weil alles neu und ungewohnt,
es ist soweit:
die ganze Welt in neuen Farben
im Preisvergleich.
Fleisch mit dran hatte zum Naschen,
Girlie-Shirt,stahlblau.
Die schönste Zeit im Leben,
Küssen verspricht Power, Liebesgedichte,
viel Spaß!
Ein flaues Gefühl im Bauch,
die Hoffnung auf ein wahres
Kompliziert?
Schmetterlinge im Bauch. « zurück zur Übersicht.

Komm, Geliebte




Komm, Geliebte, komm, fall in die Zeit. In die
Dunkelheit, die
Strahlen der Monde schreien. Solange unser Kuß währt,
singen Herzen
heller, auf der anderen Seite öffnet sich die Tür,
schließt du
wieder die Tore. Bedränge ich unaufhörlich Beton bewegt
sich schwer,
weint die Zunge. Komm, Geliebte, komm.

Che




Befeiert mein Ende als gerissene Schatten
der gefallenen Träume.
Schwarz geronnen der Erde
das Rot, von dem ich gerne euch
so viel mehr noch ausgeschenkt hätte.

Deformation




Wir machen uns ein Bild der Zeit, wie wir sie gerne hätten.
Im Spiegel rinnt die Welt davon.

Pißmolch




Es gibt ein Tier,
das gibt es gar nicht.
Das lebt von Fehlern,
die ein andrer macht.

Innerlich oft verbeamtet,
kurzer Sicht und
meist verlacht.

Es ist als letztes an der Beute,
das Fleisch ist weg, fort ist die Haut.
Es ist das erste, das sich wagte,
wenn keiner schaut.

Es ist ein Nützling, weil
sonst blieben Reste;
es ist uns irgendwie vertraut.

Das Tier ist feige,
stinkt und kann nicht sprechen.
Es spricht die Sprache derer,
die es schlecht verdaut.

Hausse Baisse





Wer auf sich hält, trägt seine Nase,
knapp oberhalb der Pekingblase.
Bevor ihm das, was da passiert,
die Haut am Kolben olfaktiert,

hat er den Schotter umgeschichtet,
sich winsome loosesome ausgerichtet.
Es ist, es scheint, zum Investoren,
nicht jeder mit Geld genug geboren.

Besiegter Sieger





Wehe dem Besiegten!
Spricht der Sieger.
Wehe dir, dem Sieger,
sage ich.
Denn jeder Überflieger,
stürzte bisher ab.
Ganz fürchterlich.

Wie




ein Buch ohne Leser,
ein Konzert ohne Musiker,
ein Bild ohne Maler,
eine Nummer, die keiner wählt,
ein Witz ohne Lacher,
ein Kampf ohne Kämpfer,
ein Haus ohne Bewohner,
eine Antwort, die keiner hört,
ein Preis ohne Sieger,
ein Tanz ohne Tänzer,
ein Lied ohne Sänger,
eine Sprache, die keiner spricht,
ein Fest ohne Gäste,
ein Witz ohne Lacher,
ein Spiel ohne Spieler,
eine Platte, die keiner auflegt,
ein Feuerwerk ohne Zuschauer,
ein Fest ohne Gäste,
ein Leiden ohne Leidenschaft.

Ruhe!





Den Kopf zur Raison bringen
wir uns um
zu finden Ruhe im Unsteten
liegt noch eine Ahnung
haben vom Spurenlesen
zu lernen hofften wir
hatten keine Ideen mehr.

Sonntag, März 11, 2007

Flugzeit




Die Zeit ist uns gewogen,
der wir bleiben. Und genug,
des Lebens dem, was wir so
treiben. Weil unser Flug
ins Immer schon begann.
Dann sind wir immer schon
geflogen. Die Zeit ist froh.
Wir haben sie betrogen.

Freitag, März 09, 2007

Troll







Der Troll

Er hämmert die Worte und schmiedet an Sätzen,
weiss viel über Regeln und die zu verletzen,
die sich an Gesetzen reiben:
Immer vielfach ironisch bleiben,

ist auf seinen Schild graviert.
Mit dem er den liebsten Feind filetiert.
Dann zieht er, unter lautem Schrein
ins nächstbeste, hilflose Forum ein.

Diesen Humor weiss nicht jeder zu schätzen,
er bastelt Angstwort an Orten und Plätzen.
Trittst du in seine Fallen hinein,
wird er, Heulsusend,
Moderator beschrein.

So endest du, wie so oft, bei Müttern:
den Troll sollte man niemals füttern.

Donnerstag, März 08, 2007

Fruehling


Frühling (mit Braunauer Akzent zu lesen)

Wieder einmal zieht das Frühjahr
über Deutschland her.
Ein einziges, üppiges Blütenmeer.
Der Gärtner kann nicht länger warten,
voller Elan überfällt er den Garten.
Nun muß er aktiv
und tatkräftig ran,
weil Schönheit geordnet nur wirken kann.

Der Krokus marschiert in geschlossenen Reihen,
gezirkelt, gezähmt und sauber frisiert.
Stiefmütterchen regeln, dass im Freien
nichts ohne Regel von sich aus passiert.

Kaum ist der letzte Frost vergangen,
wird der Winter abgehangen.
Und das Grundstück frisch bemannt.
Die Besatzung ist bekannt.
Es ertönen in den Beeten,
elefantöse Mammut-Tageten.

Was fehlt dem Gärtner noch zum Glück ?
Auf den Balkon die Kästen zurück!
So schwer es ist, dies Ritual,
dient es der Lust und nicht der Qual.
Am Ende des Frühjahrs ist garantiert,
ganz Deutschland wieder Geranisiert.